28.06.2017 - 14:34 Uhr
WaidhausOberpfalz

Marktrat Waidhaus Breitband bereitet Probleme

Verwaltung und Marktrat wollen den Breitbandausbau in der Gemeinde weiter vorantreiben. Allerdings stockt es an manchen Stellen.

von Josef ForsterProfil

(fjo) Zum weiteren Breitbandausbau ließ sich der Marktrat den so bezeichneten "Höfebonus" aus einem erneuten Sonderprogramm durch Bürgermeisterin Margit Kirzinger beraten. Weiler und Einöden kämen dabei zum Zuge. Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl gab ergänzende Erläuterungen.

Sie erinnerte an die Gesamtsumme von 4,8 Millionen Euro, die zum Erreichen einer Vollversorgung des gesamten Gemeindegebiets im Bundesprogramm beantragt worden waren. Da jedoch unsicher sei, ob Waidhaus hier zum Zuge kommt, riet auch sie zu einer extra Antragstellung im neuen Programm, wobei die Geschäftsleiterin von einer Investitionssumme in Höhe von 1,1 Millionen Euro für die Einzelgehöfte und Anwesen ausging. "Was genau wir anmelden, können wir selbst bestimmen", gab Wilka-Dierl dem Gremium vor dem einstimmigen Beschluss noch auf den Weg. Am Ende der Sitzung kam das Thema erneut zur Sprache, als die Geschäftsleiterin über den Eingang der Fertigstellungsmitteilung für das erste Ausbaugebiet informierte.

Pfrentsch im Blickpunkt

Markträtin Gabi Wolf (CSU) monierte daraufhin: "Das zugesagte Datenvolumen wird nicht erreicht." Auch seien die Baustellen noch nicht abgeschlossen. "Bürger, denen es ebenso ergeht, sollen sich sofort an die Telekom wenden", riet Fraktionsvorsitzender Stefan Harrer.

Kirzinger informierte außerdem über eine schriftliche Zusage des Konzerns, der auf eigene Rechnung vom Autohof weg per Glasfaser das neue Baugebiet "Pfrentsch II" erschließen wolle. "Daraus kann auf eine weitere Erschließung von Pfrentsch gerechnet werden", hoffte die Rathauschefin. "Und was machen wir mit Pfrentsch, wenn es nicht so kommt?", wollte Ewald Zetzl (CSU) wissen. Die Marktverwaltung setzte hierzu als vage Antwort "auf weitere Programme in der Zukunft".

Alte Viehwaage

Der Geheimhaltungsgrund entfiel für den mit Johann Baumgartl geschlossenen Tauschvertrag im Nachgang der Versetzung des Floriansbrunnens. Außerdem gab Kirzinger die Revitalisierung der alten Viehwaage bekannt, nachdem die Direktvermarkter und Jäger, Rudi Grundler junior und Christopher Hanauer, das Objekt für ihre Gesellschaft "Wild(e) Sachen" anmieteten.

Keine Einwände zogen die vier baurechtlichen Angelegenheiten nach sich. Zunächst behandelte das Gremium die Erneuerung des Dachstuhls mit Errichtung eines Kniestocks durch Elisabeth Argauer am Anwesen Am Anger. Zudem informierten sich die Räte über die Auswechslung eines weiteren Kamins durch die Megal in der Gasverdichterstation am alten Grenzübergang, nachdem die Dämmung aus Steinwolle in sich zusammengesackt und nach unten gewandert war. Silvia Schönigs Antrag zielte auf eine Nutzungsänderung des bisherigen Blumenladens in einen Friseursalon (gegenüber der Mühlenbäckerei Nahrhaft) an der Hauptstraße 5. Und zum Abschluss drehte sich alles um die Errichtung eines modernen Zauns auf der Vorder- und Rückseite des Grundstücks von Jutta Reinisch beim Spielplatz am Kreuzbergring.

Bundestagswahl

Mit der Organisation der Bundestagswahl am 24. September beauftragte der Marktrat Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl und Stellvertreter Reinhard Mathy. Alle Helfer erhalten ein einheitliches Erfrischungsgeld in Höhe von 25 Euro. Wilka-Dierl informierte zusätzlich über die Einrichtung von zwei Briefwahllokalen, so dass sieben Auszählbezirke zu besetzen sind. (fjo)

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