28.02.2018 - 20:00 Uhr
Waidhaus

Marktrat Waidhaus Photovoltaik neben Autobahn

Wo die Waidhauser Landstraße unweit der Marxmühle der Autobahn ganz nahe kommt, ist im gesamten Gabelungsbereich eine Photovoltaik-Anlage geplant. Nicht alle Markträte können sich damit aber anfreunden.

Zwischen der Autobahnanbindung Waidhaus und dem Parkplatz Ulrichsberg ändert die Marktgemeinde ihren Flächennutzungsplan zugunsten von Freiflächen für Photovoltaik-Anlagen. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Ein Unternehmen hat die Kommune über staatliche Stellen aufgefordert, den Flächennutzungsplan zu ändern. Sie solle einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für ein Sondergebiet zum Bau einer größeren Freiflächen-Sonnenstromanlage aufstellen. Über den Eingang des Anliegens informierte Bürgermeisterin Margit Kirzinger in der Marktratssitzung.

Monika Zeitler-Kals sah dieses Ansinnen kritisch: "Im Jahr 2018 brauchen wir unsere Landschaft mit so etwas nicht mehr verschandeln lassen, noch dazu durch irgendwelche fremde Personen." Sie empfahl, diese Angelegenheit zu überdenken, denn "es gibt längst modernere Sachen".

"Sagenhafter Preis"

Kirzinger erwiderte, dass der Marktrat bereits 2016 einen Beschluss gefasst habe, in dem der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bei Nachfrage eine Ausweisung entsprechender Flächen im Flächennutzungsplan zugesagt worden sei. Bei der anschließenden Abstimmung blieb Zeitler-Kals jedoch bei ihrer Gegenstimme - der einzigen.

Die Vergabe der Tiefbauarbeiten für die Erweiterung des Baugebiets Pfrentsch II erteilte das Gremium ohne Gegenstimme an das Bauunternehmen Wagner aus Waldmünchen zum "sagenhaften Preis" von 358 300 Euro, wie Bürgermeisterin Kirzinger erfreut kommentierte. Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros hatten bei 431 721 Euro gelegen. "Das ist natürlich super für uns und auch im gut gewählten Zeitpunkt für die Ausschreibung begründet."

Eine positive finanzielle Entwicklung sah die Bürgermeisterin in der Kindertagesstätte St. Emmeram, nachdem das Defizit für 2017 nur noch 30 964,13 Euro betrage. "Das ist deutlich weniger als im Vorjahr." Kirzinger verschwieg jedoch nicht, dass die Summe 2016 nicht zuletzt der Anschaffung mehrerer großer Markisen geschuldet war. Einstimmig trug der Marktrat die Übernahme von 80 Prozent des Haushaltslochs aus dem Vorjahr in Höhe von 24 771 Euro aufgrund der bestehenden Vertragsvereinbarung zwischen Kirche und Gemeinde mit.

Im Anschluss stellte die Rathauschefin den Haushaltsplan für die Kindertagesstätte mit erwarteten Einnahmen von rund 304 500 Euro und Ausgaben von rund 328 000 Euro kurz vor. Das erwartete Defizit für 2018 falle damit nochmals geringer aus. Über den Abschluss von Erschließungsverträgen mit den Unternehmern Josef Wiesent, Gabi Mathy und Josef Weber für die im Gewerbepark gebauten Immobilien informierte Kirzinger. Ebenso über die Verpachtung eines gemeindlichen Grundstücks in Pfrentsch an Gabriele Frischholz-Dangrieß.

Neue Scheune

Die Firma Brunner-Bäcker (Weiden) musste nachträglich einen Bauantrag für ihre seit Mai 2017 betriebene Verkaufsstelle (Container-Lösung) am derzeitigen Netto-Supermarkt in der Vohenstraußer Straße nachreichen. Die Markträte hatten keine Einwände gegen den Betrieb.

Hans Scherer aus Flossenbürg darf nach der einhelligen Meinung im Gremium unterhalb der Dorfkapelle in Reinhardsrieth einen älteren Schuppen abreißen und dafür - in etwas kleinerem Ausmaß - eine neue Scheune errichten. Reine Formsache blieb die Bestätigung der Kommandanten der Feuerwehr Hagendorf, Matthias Schmidt und Tobias Stahl.

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