01.03.2018 - 17:24 Uhr
Waidhaus

Marktrat Waidhaus Weg frei fürs Bienenhaus

"Jetzt wird es ernst", freut sich Bürgermeisterin Margit Kirzinger in der Marktratssitzung. Der Platz für das neue Bienenhaus inmitten der Kreuzberganlage ist frei. Für den Startschuss des Großprojekts muss die Kommune aber tiefer als geplant in die Tasche greifen.

von Josef ForsterProfil

Die OWV-Vereinsanlage soll zum "Lernort Biene" aufgewertet werden. Weit gediehen sind bei der Gemeinde inzwischen die Planungen. Bei der Verwirklichung hilft die im Rathaus vorliegende Förderzusage aus Leader-Mitteln. Schon vor einigen Wochen erteilte der Marktrat dem Gartenfachbetrieb Gartner aus Vohenstrauß zum Preis von 4444 Euro den Zuschlag für die vorbereitende Pflege des Areals.

In Landschaftsarchitekten Franz Rembold aus Windpaißing fand die Kommune ihren Wunschpartner für die Planung. Durch die direkte Anbindung der Grünfläche an das Radwege- und Wandernetz versprechen sich die Macher viele Besucher. In gläsernen Schaukästen soll man auch Bienenvölker beobachten können. Die Weitergabe möglichst vieler Informationen an die Gäste steht ganz oben auf der Agenda.

Deshalb ist auf dem 4500 Quadratmeter großen Areal noch weit mehr geplant. Vor allem die Barrierefreiheit ist ein großes Anliegen und soll so gut wie möglich verwirklicht werden. Über neu anzulegende Wege werden die Besucher durch das Areal geführt und erhalten immer wieder die Möglichkeit, Wissenswertes über Bienen und Kräuter zu erfahren. Auch Spielmöglichkeiten für Kinder sind vorgesehen.

Die Waidhauser Imker und die Kräuterexpertinnen wollen auf dem neuen Gelände auch Exkursionen anbieten, bei denen die Gäste viel über die Bienen und deren Lebensraum sowie über die Kräuter und Gesundheitsprodukte aus der Natur erfahren. Auch die Waidhauser Grundschule hat bereits ihre Hilfe bei Projekttagen zugesagt.

Neben einem Freisitz steht als Besonderheit ein begehbares Bienenhaus im Mittelpunkt, um mit allen Sinnen die Welt der Insekten erleben zu können. Darin sollen die Besucher den einzigartigen Geruch und das beruhigende Summen der kleinen Tiere mit eigenen Sinnen erfahren. Drei Angebote lagen für das als Holzpavillon ausgeführte Gebäude vor. Den Zuschlag erhielt die Firma Plödt aus Altenhammer aufgrund des günstigsten Angebots mit knapp 40 000 Euro. Die Bürgermeisterin verwies dazu auf die Kostenberechnung, die bei rund 32 000 Euro lag.

"Schade, dass die ortsansässigen Fachfirmen keine Interesse hatten", meinte ergänzend SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug. Sein CSU-Kollege Stefan Harrer erinnerte, dass seiner Fraktion bereits die Kostenberechnung zu hoch war, was sich in der einzigen Gegenstimme seiner Fraktionskollegin Gabi Wolf auch im Beschluss niederschlug.

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