12.04.2018 - 16:30 Uhr
WaidhausOberpfalz

Ortsteilversammlung mit Bürgermeisterin Neues Tor für Reinhardsrieth

Schnelles Internet, eine umgestaltete Ortseinfahrt und eine begehrte Freizeitanlage: Bürgermeisterin Margit Kirzinger informiert über viele positive Entwicklungen. Aber dann geht es um die Zukunft von Schulleiter Lothar Drachsler.

Die Gemeinde will noch heuer in Eigenregie die südliche Einfahrt von Reinhardsrieth verschönern. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Reinhardsrieth. In der Ortsteilversammlung im Restaurant "Peternhof" berichtete die Rathauschefin über die neuesten Entwicklungen: Im vergangenen Jahr habe es in der Kommune 20 Geburten gegeben, demgegenüber stehen 42 Sterbefälle. Für Kirzinger liegt diese hohe Zahl auch am Vorhandensein eines Seniorenheims in der Gemeinde.

Die Freizeitanlage "Bäckeröd" sei ein Magnet für das Umland, vor allem, weil die Anlage ständig mit neuen Attraktionen aufgewertet werde. Ein Umbau des Kinderbeckens und der Duschen stünden heuer auf dem Plan. Die Umgestaltung der Nepomukanlage bei der Autobahn- und Radwegekirche sei bei Einheimischen und Auswärtigen akzeptiert.

Nur Positives gehört

Kirzinger sagte, sie habe in Bezug auf den Breitbandausbau nur positive Rückmeldungen erhalten. Reinhardsrieth könne als erster Ort nun das volle Leistungsspektrum nutzen: "Das Internet gehört einfach dazu, wie eine Straße. Nicht nur für die Jungen, sondern auch für die Älteren. Jeder will eine gute Verbindung", sagte die Rathauschefin.

Im Nachhinein betrachtet zeige sich, dass es eine gute Entscheidung gewesen sei, mit dem Internetausbau in den Ortsteilen zu beginnen: "Hier war ja gar nichts." Die jahrelange Unterversorgung sei für Reinhardsrieth nun Geschichte. In diesem Zusammenhang vermisste Marco Reuter den Rückbau der Telefonmasten. Das wollte die Verwaltung mit der Telekom klären.

Kirzinger kündigte außerdem an, dass die südliche Ortseinfahrt im Laufe des Jahres "schöner gestaltet" werde. Auf das bisherige Straßendreieck vor der Nickl-Kapelle solle verzichtet werden. Darüber hinaus gebe es jedoch noch keine Planung.

Sie bezeichnete es als ihren "großen Wunsch", dass die Reinhardsriether einen neuen stellvertretenden Kommandanten für die Feuerwehr finden. Anton Nickl brachte das marode Dach und den Zustand des Buswartehäuschens am Ortseingang zur Sprache. Der Bauausschuss werde sich noch diese Woche ein Bild machen, sicherte ihm die Rathauschefin zu. Ebenso bat Nickl wie bereits im Vorjahr um eine Reinigung der Straßengräben. Anja Puff schloss sich an und berichtete von erheblicher Verschmutzung der Talstraße bei Regengüssen. Sie wünschte sich außerdem noch prägnantere Bezeichnungen für Rundwanderwege.

Für Sonja Kick sind die Preise in der Freizeitanlage positiv, sie fand aber die Parkplatzsituation unbefriedigend und regte deshalb Vergünstigungen für Einheimische an, zumal sie im vergangenen Jahr mehr Geld für das Parken als für den Eintritt ausgegeben habe.

Senioren besser stellen

Ähnlich wie für die Betreuung des Nachwuchses wünschte sie sich darüber hinaus mindestens einen ebenbürtigen Umgang mit Senioren, zumal sich die Gemeinde gerne als schuldenfrei und sozial darstelle. Sie empfahl der Kommune, ein Seniorenheim selbst zu betreiben und Pflegeberufe für junge Leute attraktiver zu machen. "Für so einen kleinen Ort wie Waidhaus ist das nicht leistbar", antwortete ihr Kirzinger. Kita, Schule, Wasser und Kanal seien Pflichtaufgaben einer Gemeinde, Seniorenheime aber noch nicht.

Kita, Schule, Wasser und Kanal sind Pflichtaufgaben einer Gemeinde. Seniorenheime aber noch nicht.Bürgermeisterin Margit Kirzinger (SPD)

Schulleiter verlässt Waidhaus

Von Birgit Sommer kam dann die entscheidende Frage: "Wird Schulleiter Lothar Drachsler Waidhaus verlassen?" Obwohl diese Information noch sehr neu sei, bestätigte Bürgermeisterin Margit Kirzinger diese Vermutung. "Ich bedauere es sehr, dass Herr Drachsler weggeht." Sein künftiger Arbeitsplatz ist die Grund- und Mittelschule in Roding, erklärte die Rathauschefin auf NT-Nachfrage am Donnerstag.

Einer dazu geäußerten Befürchtung der Schulauflösung widersprach sie jedoch. Kirzinger erinnerte an das Versprechen der Staatsregierung, dass bei mehr als 25 Schülern eine Schließung nicht in Frage komme. (fjo)

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