Waidhauser Marktrat befasst sich mit Industriegebiet in Hagendorf
Neuer Beschluss erforderlich

Entlang der neuen Trasse der Kreisstraße zwischen Miesbrunn und Hagendorf (im Vordergrund) ist die nächste Erweiterung des Betriebs von Hallenbauer Stefan Voit geplant. Die Gemeinden Waidhaus und Pleystein sprechen sich hierbei ab. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
22.03.2018
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Zum Hagendorfer Industriegebiet "Am Spatwerk" bei Ödhäuser wird ein Billigungs- und Auslegungsbeschluss nötig sein. "Die jüngsten Planungen machen eine Anpassung erforderlich", sagt Bürgermeisterin Margit Kirzinger im Marktrat und erklärt die Details.

Die von verschiedenen Seiten vorgetragenen Anregungen und Bedenken würden eingearbeitet, auch das Ergebnis der Abstimmung mit dem Landratsamt. Sobald eine öffentliche Auslegung erfolgen könne, werde der Termin mit der Stadtverwaltung Pleystein abgestimmt. Kirzinger bestätigte zugleich, dass damit erneut eine Anhörung von Behörden und Fachstellen einhergehe. Einstimmig billigten die Markträte dieses Vorgehen und ermächtigen die Verwaltung entsprechend zu handeln.

Seit Jahren wächst der Betrieb von Hallenbauer Stefan Voit, teils auf Pleysteiner, teils auf Waidhauser Gemeindegebiet. Für die nächste Erweiterung wollen sich die beiden Kommunen zunächst abstimmen.

Aus dem nicht öffentlichen Teil der Februarsitzung informierte die Rathauschefin über eine Anpassung des Pachtvertrags mit Klaus Helgert, nachdem die beanspruchte Fläche verkleinert worden sei. Der Bauantrag von Corinna Dierl und Johannes Sammel landete im Gremium, weil einige Befreiungen vom Bebauungsplan erforderlich würden. Die Bauherren planen ein Einfamilienhaus mit Garage an der Brauhausgasse. Alle Wünsche stießen bei den Markträten auf Zustimmung.

Weitere Bauarbeiten konnten zum Leader-Projekt "Lernort Biene" vergeben werden. "Da holen uns die aktuelle Preisentwicklungen auf dem Bausektor ein", kommentierte Kirzinger. Die beschränkte Ausschreibung habe zwar sieben Angebote erbracht, allerdings allesamt weit über der im Jahr 2015 veranschlagten Summe von 80 000 Euro. Die günstigste Alternative der Baufirma Michael Ebenhöch aus Plößberg laute bereits auf 118 035 Euro.

Die Bürgermeisterin meinte, welch "exorbitante Preisentwicklung" sich in dieser kurzen Zeit zeige. Zugute hielt sie einzig die Ergänzung des Gewerks mit einer Erschließung von Kanal, Wasser und Strom sowie der Pflasterung des Vorplatzes, wodurch eine verbundene Oberflächenentwässerung notwendig werde. Da sich eine Kostenüberschreitung von 50 Prozent abzeichne und eine Erhöhung der Fördermittel grundsätzlich ausgeschlossen sei, werde als Einsparpotential eine Eigenleistung von 23 000 Euro gefordert. Bis auf Gabi Wolf (CSU), die sich erneut gegen das Vorhaben aussprach, schluckten alle anderen Markträte die Teuerung.

Geschlossen genehmigte das Gremium eine Kündigung des Vertrags mit dem Weidener Tierschutzverein zum Jahresende 2019. Bislang wurden dadurch jährlich 50 Cent pro Einwohner an den Verein überwiesen, wodurch die Kommune als Gegenleistung alle Fundtiere im Weidner Tierheim anliefern durfte. Der Thematik lag eine Übereinkunft in der jüngsten Bürgermeister-Versammlung des Landkreises zugrunde, bei der es einen Ruf nach einem gemeinsamen Vertrag aller Kommunen gegeben habe, sagte Kirzinger.

Mit der Kündigung gehe eine Übertragung dieser Aufgabe an den Landkreis einher. Deshalb sei kein einziger Rathauschef dagegen gewesen. "Werden sich die Kosten dadurch erhöhen, wenn es zu einer Umlegung auf die Kreisumlage kommt", wollte SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug wissen. Doch Kirzinger erwartete durch diesen Schritt "keine gravierende Veränderung" bei den Kosten.
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