27.03.2018 - 15:52 Uhr
Waidhaus

Schützenverein 1864 blickt zurück Vorsitzender fordert mehr Einsatz

"Fleißige Hände" sucht Schützenmeister Rudolf Grundler für die Renaissance des Waidhauser Seefests. Dabei könnten durchaus einmal andere als aus dem Vorstand und Ausschuss als Helfer teilnehmen: "Nur mit passiven Mitgliedern werden wir in Zukunft ein Problem bekommen."

Der Schützenverein 1864 Waidhaus unter Schützenmeister Rudolf Grundler senior (vorne, Dritter von links) hat nach den Neuwahlen ein komplettes Schützenmeisteramt. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Die vierte Schlagernacht hat der Verein schon abgesagt: Die Entscheidung in der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins 1864 im Schützenhaus "Bergschlößl/Bühl" war einstimmig. Viel zu viel Arbeit und zu hohe Vorbereitungskosten. Weniger die Arbeitseinsätze, als vielmehr die hohen Kosten und intensive Dienste nannte Grundler senior als Ausschlag für den künftigen Verzicht. Bürgermeisterin Margit Kirzinger lobte dagegen noch die Zusammenarbeit bei der Schlagernacht in der Schulturnhalle. Als geeigneten Festplatz empfahl sie dem Verein nach der Fertigstellung das Areal am Anwesen Bienenweg 2. Dort sollen dann Küche, Toiletten und Festgarten sowie Parkplätze vorhanden sein.

Stellvertretender Gauschützenmeister Anton Hirnet war zuversichtlich: "Wer sechs Mannschaften bis in die Gauliga hinauf melden kann und mit Rudi Grundler junior einen der besten Schützen mit Luftpistole im Gau hat, das ist schon etwas." Der Schützenverein "Enzian" Frankenreuth sei sogar aktuell als Bezirks-Stützpunkt im Gespräch. Gau-Ehrenschützenmeister Michael Olbrich versprach sein verstärktes Mitwirken für die Zukunft. In Absprache mit Ludwig Janisch schlug er den langjährigen Schützenmeister Reinhard Mathy für die Verleihung des Titels Ehrenschützenmeister vor.

Die Schutzmauer des Kleinkaliber-Stands brachte Stephan Mathy zur Sprache. Ein Ausschaufeln von Hand hielt er für abwegig: "Das ist nicht zu schaffen." In seinem Ausblick lud Schützenmeister Grundler zum Gartenfest am Pfingstsonntag, 20. Mai, auf dem Platz beim Gemeindezentrum des Rathauses ein. Der Vereinsausflug führt am Sonntag, 29. September, nach Eichstätt und Riedenburg. Durch einen Eintritt erhöhte sich der Mitgliederstand auf 137.

Sportleiter Rudi Grundler junior berichtete von den Leistungen der Mannschaften: "Es war eine sehr spannende Saison. Schmerzlich war dabei nur die Niederlage wegen eines einzigen Ringes gegen Hubertus Eslarn." Die Einzelwertung in der Gauliga gewann Grundler selbst mit einem Durchschnitt von 369 Ringen. Die Sportpistolen-Schießgemeinschaft mit den Frankenreuther Schützen schaffte in der A-Klasse den direkten Wiederaufsteig in die Gauliga. Zwar lag die Mannschaft am Ende punktgleich mit dem Team aus Pfrentsch (10:2), doch bedeutete die höhere Ringzahl die Meisterschaft. Mit einem Durchschnitt von 270 Ringen gelang dem Sportleiter auch hier das beste Ergebnis im Einzel.

Nach langer Zeit glückte dem Waidhauser Schützenverein die Meldung einer Luftgewehr-Mannschaft, auch wenn für das Team nach der dritten Runde in der D-Klasse nur Rang fünf drin war. Viel Spannung bestimmte die Altersklasse. Darin haben die Waidhauser noch Chancen auf Rang zwei. Die zweite Luftpistolen-Mannschaft rangiert in der C-Klasse aktuell auf Platz vier und die Jugend in der A-Klasse auf dem fünften Rang. Zur Gaumeisterschaft traten zwölf Einzelstarter und eine Mannschaft an. In der Jugendklasse-LG musste sich Markus Mathy mit dem 3. Platz knapp geschlagen geben, qualifizierte sich aber dennoch für die Bezirksmeisterschaften.

Ludwig Nossek (1.) und Willi Helgert (2.) erklommen die Plätze an der Sonne in der Herrenklasse IV-LG, wo es sehr eng zuging und nur Waidhauser das Rennen unter sich ausmachten. Einen weiteren ersten Platz erreichte Stephan Mathy in der Disziplin KK, liegend, Herren III, sowie Hermann Meier mit dem Luftgewehr und Rudi Grundler junior mit der Luftpistole. Die Mannschaft in der Altersklasse schaffte mit Sportpistolen Rang fünf. Zwei Schützen qualifizierten sich für die Bezirksmeisterschaften. Brigitte Krämer betreut aktuell fünf aktive Jungschützen.

Die Wahlergebnisse

Rudolf Grundler senior bleibt Vorsitzender des Schützenverein 1864. Ebenso bleiben seine beiden Stellvertreter Ludwig Nossek und Ehrenschützenmeister Willi Helgert im Amt. Max Meixensperger ist Schriftführer und Franz Kaas Kassier. Unterkassiererin bleibt Martina Grundler. Für die beiden Posten als Fahnenjunker und Sportleiter können die Mitglieder auf Rudi Grundler junior zählen. Jugendleiterin Brigitte Krämer sowie die Kassenprüfer Michael Olbrich und Ludwig Janisch vervollständigen mit Waffen- und Gerätewart Franz Strehl die Posten. Im Ausschuss sind Inge Meckl, Helmut Krämer, Elfriede Helgert, Stefan Nitsch und Ramona Bauer. (fjo)

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