Acht Nachmittage für Nistkästen und Sparbüchsen
Eritreer lernen Hammer und Beißzange kennen

Vermischtes
Waidhaus
10.04.2018
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Flüchtlinge aus dem afrikanischen Eritrea lernten deutsches Werkzeug kennen: Hammer, Beißzange und Akkuschrauber standen in den vergangenen Tagen in der Bahnhofstraße ebenso im Mittelpunkt. Die Idee hatte Gertraud Nickl (Dritte von rechts), und das Ehepaars Gertraud (Vierte von links) und Georg Stangl (Mitte) ergriff die Initiative: Als gelernter Schreiner erklärte Stangl nicht nur eine Vielzahl gängiger Werkzeuge sondern auch den richtigen Umgang damit. Für die Afrikaner war es etwas völlig Neues, einen Winkel anzulegen oder Löcher aus Holzblöcken zu stemmen. Elf Teilnehmer kamen zu den besonderen Nachmittagen und bauten schließlich unter Anleitung Sparbüchsen, Nistkästen und kleine Sportgeräte. "Wir haben jeden Tag etwas Neues gelernt", bestätigte voller Freude einer der Jugendlichen. "Jeder von ihnen hat Ziele und jeder träumt von seiner Zukunft in Deutschland", sagte Nickl. Das Ehepaar Stangl geht hellauf begeistert aus diesen acht besonderen Tagen. "Es ist immer alles sehr fröhlich zugegangen." Ihr Dank galt Robert Götzfried, der das Holz kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Nickl sagte, dass die neuen Bewohner bereits ein Jahr lang hier seien, aber nur wenige kennten die Namen der Jungen. Das solle sich ändern. Am Freitagabend ab 19 Uhr werden sie im Kolpingheim von sich und ihrem Land erzählen. Bild: fjo

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