20.03.2018 - 15:34 Uhr
Waidhaus

Großeinsatz der Rettungsdienste auf der A6 bei Waidhaus Lkw-Fahrer stirbt bei Auffahrunfall

Großeinsatz für die Rettungsdienste auf der A6 bei Waidhaus: Ein Lkw-Fahrer verlor bei einem Unfall sein Leben. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Nürnberg drei Stunden gesperrt.

von Elisabeth DobmayerProfil

Der 58-jährige Lkw-Fahrer aus Tschechien hatte keine Überlebenschance. Er fuhr am Dienstagnachmittag auf der A6 etwa einen Kilometer nach der Anschlussstelle Waidhaus in Fahrtrichtung Nürnberg gegen 15 Uhr auf einen vor ihm äußerst langsam fahrenden Sattelzug. Grund der verlangsamten Fahrt dürfte ein Stau gewesen sein, der sich aufgrund einer Kontrollstelle am Autobahnparkplatz Ulrichsberg gebildet hatte.

Das Führerhaus des Lkw wurde total zerstört. Der Notarzt aus dem Rettungshubschrauber Christoph 80 und Dr. Andreas von Bohlen aus Weiden kämpften noch um das Leben des Mannes. Vergeblich. Der Fahrer war laut einer ersten Einschätzung sofort tot. Der Fahrer des zweiten Lkw, ebenfalls 58 Jahre alt und tschechischer Staatsangehöriger, erlitt einen schweren Schock.  Die Leitende Notärztin Dr. Gudrun Graf aus Neustadt/WN rückte während des Einsatzes sofort zu einem weiteren Notfall ab. BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst Marco Rappl stoppte weitere anfahrende Notärzte und Rettungsfahrzeuge, nachdem er einen Überblick über das Unfallausmaß erlangt hatte. Zunächst war man aufgrund einer dramatischen Unfallmeldung von mehreren Schwerverletzten ausgegangen.

Feuerwehrkräfte bargen den Leichnam mit schwerem Rettungsgerät. Laut der Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Weiden, die mit stellvertretendem Leiter Markus Braun an der Unfallstelle waren, wurde ein Gutachter zur Klärung des Geschehens hinzugezogen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren  aus Waidhaus, Eslarn, Pleystein und Vohenstrauß reinigten die Fahrbahn. Die Autobahn war fast drei Stunden komplett gesperrt. Im Einsatz waren auch Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer und die Kreisbrandmeister Thomas Kleber und Martin Weig sowie die Straßenmeisterei. Pfarrer Hans Ring aus Pleystein war am Unfallort und spendete die Sterbesakramente. Der Schaden liegt bei etwa 100.000 Euro. Der Unfall-Lkw hatte Amazon-Pakete geladen. 

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