05.07.2017 - 15:54 Uhr
WaidhausOberpfalz

Heimattreffen Altzedlisch Bischof bringt Neuigkeiten mit

Immer wieder gelingt es Marktbetreuerin Sieglinde Wolf aus Nabburg, hochkarätige Gäste zum Altzedlischer Heimattreffen ins Egerland zu holen. Vom diesjährigen Ergebnis ist sie jedoch selbst ganz überrascht.

Rund um das Standkonzert des Musikvereins unter Leitung von Hermann Mack (Mitte) entwickelte sich eine große Wiedersehensfreude der ehemaligen Landsleute von Altzedlisch. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Altzedlisch. (fjo) Die ehemaligen Bewohner aus dem früheren Kirchsprengel trafen sich in unerwartet großer Zahl in der alten Heimat. Am Beginn stand der Festgottesdienst im Gedenken an die verstorbenen Landsleute. Die Marktbetreuerin richtete "aufrichtige Worte des Dankes" an alle Seelsorger für die Bereitschaft zum Kommen und freute sich "riesig" über die nicht nachlassende Zahl der Ehemaligen, die mit ihren Familienangehörigen aus ganz Deutschland jährlich an diesem Treffen festhalten.

Zu Pater Franz Sigmund aus Würzburg, Ortsseelsorger Vaclav Vojtísek und Pfarrer Georg Hartl gesellte sich der neue Bischof aus Pilsen, Tomás Holub. Er war zuvor als Militärpfarrer für mehrere Monate in Afghanistan im Einsatz. Sein Nachname bedeutet zu deutsch "Taube". Der Bischof übernahm nicht nur die Predigtansprache, sondern hatte auch eine interessante Neuigkeit im Gepäck.

Neubesetzung steht an

Ganz auf Christi Aussage "Ich kenne euch und ihr kennt mich" richtete der hohe katholische Würdenträger des Nachbarlands seine Ansprache aus. Diese fiel im Vergleich zu den Vorjahren derart kurz aus, dass sich die Teilnehmer verwundert die Augen rieben. Außerdem erfuhr die große Gemeinde aus erster Hand von der kurz bevorstehenden Neubesetzung der Pfarrei Bor durch einen seit langer Zeit im Bistum Pilsen tätigten Priester aus der Slowakei als Nachfolger des im vergangenen Jahr verstorbenen Dekans Vladimir Born.

Obwohl das gemeinsam gesungene Böhmerwaldlied bereits verklungen war, hatte die Kirchturmuhr noch nicht zur nächsten Stunde geschlagen, so schnell ging der erste Programmpunkt heuer über die Bühne. Die musikalische Gestaltung hatte das "Große Vereinsorchester" unter Leitung von Hermann Mack übernommen, der beim Standkonzert nach der Festmesse bei den Zuhörern um Nachsicht bat. "Leider sind wir heute nur ein etwas kleineres Häuflein."

Die Qualität des durch die Musikanten Gebotenen litt nicht darunter - ganz im Gegenteil: Begeistert nahm das Publikum angesichts des ungewohnt aufgetanen Zeitfensters die musikalische Zusatzunterhaltung an. Lange und ausgiebige Gespräche zum Wiedersehen entstanden darüber hinaus, neue Kontakte wurden ebenfalls geknüpft.

Hand in Hand

Auch viele Pfarrangehörige aus Altzedlisch, die durch ihr gutes Deutsch jegliche Hemmschwelle abbauen konnten, nahmen an dem Festgottesdienst teil. Ausgiebig Zeit bestand außerdem zu einem Besuch des nahe gelegenen Friedhofs. Auch die Geistlichen standen für Gespräche noch längere Zeit vor der Pfarrkirche zur Verfügung.

Das benachbarte Pfarrheim stand zu einer Besichtigung offen. In der Schule in der Ortsmitte gab es das Mittagessen, das nahtlos in ein gemütliches Beisammensein in der dortigen Eingangshalle mündete. Viele Teilnehmer aus der angrenzenden Oberpfalz ließen sich auch diesen Programmpunkt nicht entgehen.

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