Marktrat Waidhaus
Vitalpark für alle Generationen

"Ihr habt da ja eine wunderschöne Anlage mit einer ganz natürlichen Ausstattung." Zitat: Christine Pschorn
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Waidhaus
08.12.2016
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"Wir sind schon ganz gespannt darauf, und auch die Bürger jeden Alters warten sehnlichst auf dieses Projekt." Bürgermeisterin Margit Kirzinger verspricht zum Beginn der Marktratssitzung nicht zu viel.

(fjo) Christine Pschorn vom Landschaftsplanungsbüro Rembold aus Nabburg stellte das Konzept des Vitalparks in der Freitzeitanlage "Bäckeröd" vor. Sieben Stellen stehen in dem weitläufigen Areal vor einer Neugestaltung. "Ihr habt da ja eine wunderschöne Anlage mit einer ganz natürlichen Ausstattung", war Pschorn begeistert.

Viele Beispiele

Mit vielen Beispielbildern untermalte die Expertin ihren knapp halbstündigen Vortrag. Für die Allerjüngsten soll eine Sandspiel- und Matschanlage im rückwärtigen Bereich der beiden Kinderplantschbecken ein neues Nassparadies werden. Ein Klettergarten mit Slap-Line und einer langen Seilbahn sowie vielen Klettergerüsten ist für die Altersgruppe ab fünf Jahren vorgesehen. Damit auch die Optik für die Kinder ansprechend ausfällt, würden verschiedene Bauteile und Ausstattungsdetails teils farbig hervorgehoben.

Dazu wollte SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug gleich mehr wissen. Pschorn informierte über eine Ausführung in Robinienholz, alle Pfosten würden in Beton eingegossen. Sah das Konzept zunächst einen Boulder-Bereich ab einer Altersstufe von acht Jahren vor, so schloss sich der Marktrat dem Plädoyer des UWG/PL-Fraktionssprechers Josef Schmucker an, der sich Schwierigkeitsgrad und Ausstattung ausgerichtet auf Kinder erst ab 12 oder 13 Jahren wünschte.

Drehen und wippen

Bis zu 3 Meter hoch könne dadurch der gegossene Betonfelsen mit eingearbeiteten Klettergriffen werden, wobei Pschorn zu Rundkies als Bodenbelag riet. Die Bedenken Kirzingers wegen einer höheren Verletzungsgefahr als bei weicheren Materialien entkräftete die Fachfrau: "Bei Wahl der richtigen Körnung ist der Effekt ähnlich wie bei einem Bällebad." Außerdem soll in diesem Bereich eine "klassisch ausgeführte" Seilnetz-Kletterpyramide mit einer Höhe von fünf bis sechs Metern zusätzliche Abwechslung bieten. Damit Kinder ab sieben Jahren nicht zu kurz kämen, zog Pschorn die Spielsport-Zone mit Skater- und Springgeräten sowie Balancier- und Drehscheibe in ihrer Präsentation vor. "Drehen, wippen, schwingen und das Gleichgewicht Halten stehen hier als vielfältige Bewegungsmöglichkeiten im Angebot."

Die Bürgermeisterin bat um die Berücksichtigung eines behindertengerechten Spielgeräts, das auch Rollstuhlfahrer nutzen könnten. Ein weiterer Bereich sei für klassische Fitnessgeräte reserviert, um Anreize für Erwachsene bis ins Seniorenalter zu kreieren. Trotz einer ortsfesten Installation seien in der Kombianlage auch Radfahren, Walken und Steppen möglich. Ein separates Gerät stehe für ein Ausdauertraining und zum Aufwärmen parat, beispielsweise eine Schulterpresse. "Vorschlagen würde ich Ihnen außerdem etwas völlig Neuartiges: eine Mehrzweck- und Sprossenanlage mit der Möglichkeit zum Zirkeltraining." Damit ließen sich sämtliche Muskeln "von oben bis unten" trainieren, mit dem Ziel einer Stärkung der Arm-, Bein-, Rücken- und Bauchmuskulatur. Die zusätzlich per angebrachtem QR-Code für Apps aufrufbare Anleitung könne direkt zur programmierten "Bäckeröd-Fitness" führen.

"Der totale Renner"

Von ihrem Messebesuch bei der "Gala-Bau" bestätigte Kirzinger: "Das war der totale Renner dort, obwohl es eigentlich nichts Besonderes war. Aber die dazu vorhandene App zog die Massen förmlich an." Aber auch ohne Nutzung eines Smartphones habe diese Kombination ihren Reiz, weshalb der Rathauschefin zuversichtlich war, dass auch die Älteren hier aktiv werden. "Ich finde diese Mischung schon gut."

"Ganz toll"

Pschorn ergänzte mit dem Materialmix aus feuerverzinktem Metall ohne Mechanik: "Auch hier ist alles so ausgelegt, dass sämtliche Körperpartien trainiert werden können." In der Aussprache meldete sich Schmucker noch einmal zu Wort. "Ich finde diese Ausführung ganz toll. Da ist für jeden etwas dabei." Einzig um eine wesentliche Vergrößerung des Boulderbereichs bat er, wobei es schon eine sechs Meter lange Wand werden dürfe. "Wir sollten auf die Jugendlichen schauen, die wollen wir auf alle Fälle hier haben." Für die dadurch auftauchenden Platzprobleme schlug Geschäftsführerin Kerstin Wilka-Dierl einen Tausch von Boulder- und Fitnessbereich vor.

Wolfgang Bauriedl regte eine Vorrichtung für Senioren an, die noch wenig Erfahrung mit Fitnessgeräten haben. Kirzinger sicherte zu, darauf zu achten, dass sämtliche Geräte auch mit wenig Kraftaufwand genutzt werden könnten und der Schwierigkeitsgrad einstellbar sei.

Monika Zeitler-Kals wünschte sich ein zusätzliches Areal mit Vorrichtungen an denen sich Gleichgewicht, Mobilität und Koordination üben lassen, könne für Senioren zu einem Magneten werden. Eine Abstimmung stand noch nicht an. Der überarbeitete Vorschlag wird bis zur Januarsitzung erwartet und soll dann schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden.

Ihr habt da ja eine wunderschöne Anlage mit einer ganz natürlichen Ausstattung.Christine Pschorn
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