Nacheileübung der Bundespolizei
Polizei hat’s eilig

Deutsche und tschechische Polizisten besprachen bei der "Nacheile-Übung" ihr gemeinsames Vorgehen. Bild: exb/Bundespolizei
Vermischtes
Waidhaus
30.06.2017
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Seit Oktober ist ein neuer deutsch-tschechischer Polizeivertrag wirksam. Aber welche Möglichkeiten bringt dieser mit sich?

"Unsere Befugnisse in Tschechien haben sich bei einer Nacheile deutlich erweitert", erklärt Polizeihauptkommissar Johann Schmid. In einer Pressemittelung weist die Bundespolizeiinspektion darauf hin, dass es nun möglich sei, eine Festnahme im Nachbarland vorzunehmen, Personen zu fesseln und Gegenstände sicherzustellen.

Anschließend werde laut Polizeihauptkommissar Christoph Schiesl der Sachverhalt an die tschechische Polizei übergeben. Um dies zu verdeutlichen, führte die Bundespolizei eine "Nacheileübung" auf der Autobahn A 6 durch. Dabei gewannen die Verantwortlichen Erkenntnisse für die Zusammenarbeit in der grenzüberschreitenden Fahndung.

Bei dem Testfall verfolgten zwei Streifen der Bundespolizei zwei Schleuser, die drei Personen an der Ausfahrt Wernberg Ost abgesetzt hatten und mit ihrem Auto Richtung Osten unterwegs waren, bis nach Tschechien. Dort nahmen die Beamten die beiden Schleuser fest und übergaben sie an die tschechischen Kollegen. Mit eingebunden in den "grenzüberschreitenden Testlauf" waren die Polizei Tachov und Bor, die Ausländerpolizei Pilsen sowie das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Schwandorf.
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