Ortstermin im Kirchturm: Nicht jeder gefiederte Bewohner willkommen
Turmfalken statt Tauben

Auf dem Waidhauser Kirchturm soll mehr Schutz für bedrohte Arten betrieben werden, beschlossen Pfarrer Georg Hartl (links) und Vogelschützer Hubert G. Schmid. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
12.12.2016
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Seit drei Jahren ziehen keine Störche mehr ihre Kreise über der Pfarrkirche St. Emmeram. Leerer ist es über dem "Luftraum" des Gotteshauses deswegen keineswegs geworden. Ganz im Gegenteil. Der Schwarm von Tauben, der seine Runden dreht, wird immer größer. Kürzlich fand deshalb ein Ortstermin auf dem Kirchturm mit Pfarrer Georg Hartl, Hubert Schmid vom Landesbund für Vogelschutz und Kirchenpfleger Siegfried Zeug statt. Hauptgrund der Begegnung, die Pfarrer Hartl angestoßen hatte, war die starke Verkotung durch Tauben rund um den Turmbereich. Da es sich dabei um den gepflasterten Fußgängerbereich zwischen Rathaus und Pfarrkirche handelt, sah auch die Kirchenverwaltung Handlungsbedarf. So wurde auch gleich vor Ort vereinbart, dass nun sämtliche Öffnungen im Turm verschlossen werden. Weiterhin erwünscht als "Turmbewohner" wären jedoch Turmfalken, Fledermäuse und die erstmals 2014 zugewanderten Dohlen.

Auf Vorschlag von Schmid soll nun ein zweiter Nistkasten angeboten werden, damit auch die Turmfalken wieder einziehen können. Außerdem will der Naturschützer bei den Schalllöchern Vorrichtungen anfertigen, damit auch Fledermäuse einfliegen und hier Unterschlupf finden können.

Die Maßnahmen sind für 2017 vorgesehen: "Jedoch bleibt abzuwarten, ob sich die Tiere an die Vorgaben der Menschen halten werden."
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