25.03.2018 - 20:00 Uhr
Waidhaus

Schädlinge bedrohen weiterhin Bienenvölker Marder überwintert im Bienenstock

Die Waidhauser Imker stehen vor großen Herausforderungen: Einerseits bekommen sie ein Infogebäude in Form einer Bienenwabe, andererseits bedrohen Schädlinge weiter ihre Völker.

Erstmals in der Vereinsgeschichte erreicht der Imkerverein unter Armin Bauer (rechts) 30 Mitglieder. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Vorsitzender Armin Bauer begann die Jahreshauptversammlung im Gasthof "Alte Post" mit einer sehr guten Nachricht: "Es geht weiter aufwärts bei den Mitgliedern." Neue Imker sind Thorsten Kogler, Gerald Federlein, Roland Breu, Roland Dietz, Anja Thalhauser und Josef Meckl. Erstmals sind so 30 Mitglieder im Verein.

In seinem Rückblick berichtete Bauer von einem außergewöhnlichen Schaden, nachdem sich ein Marder einen seiner Bienenkästen zum Winterquartier erkoren hatte und dabei das ganze Volk mitsamt Waben allmählich verzehrt habe. Ramona Mensch übernahm in Vertretung für Daniela Simon die komplette Rückschau, wobei die Schädlinge im Bericht auch einen breiten Raum einnahmen.

Kassenprüfer Bernhard Strehl vertrat Kassier Rolf Leipold: Die Anschaffung eines vereinseigenen Wachsschmelzers habe ein gehöriges Loch in die Vereinskasse gerissen. Dennoch sei mit Blick auf den "Lernort Biene" in der Kreuzberganlage eine eigene Honigschleuder auch noch erstrebenswert.

Hoffnungsvoll startete der Vorsitzende daraufhin in die Ausblicke für die neue Saison: "Auch wenn's nicht so ausschaut, der Frühling wird kommen." Erste Aufgabe sei dann, den Jungimkern geeignete Bienenvölker zur Verfügung zu stellen: "Das wird schwierig", weshalb er dem Nachwuchs wöchentliche Treffen zur Unterstützung im Erlernen der Bienenzucht zusicherte: "Damit ihr gut über das Jahr kommt." Für Donnerstag, 26. April, kündigte der Vorsitzende darüber hinaus einen Informationsabend an, bei dem die Vereinsmitglieder Interessierten von ihren Erfahrungen in der Bienenzucht erzählen können. Bereits für Mitte April sei eine Fahrt zu einem Fachhändler im Bayerischen Wald geplant sowie am Sonntag, 13. Mai, die Teilnahme mit einem Stand auf dem Waidhauser Frühlingsmarkt.

Zweiter Vorsitzender Norbert Schindler unterstrich die Hilfeleistungen für die Jungimker: "Die Anfänger müssen auf sicheren Beinen stehen." Er forderte deshalb eine Patenschaft. Bürgermeister Markus Bauriedl stellte den Ablauf des neuen Leader-Projekts in den Vordergrund: Im Zentrum werde ein Infogebäude mit dem Grundriss einer Bienenwabe stehen. Mit der Vergabe der Tiefbauarbeiten in der Märzsitzung des Marktrats sei der entscheidende Startschuss gefallen.

Für den Imkerverein werde es einen eigenen Schlüssel für das Infogebäude geben. Bauer dankte für das Projekt mit den Worten: "Für uns ist es auf alle Fälle eine Bereicherung, einen Ort zu haben, an dem wir uns heimisch fühlen und ein paar unserer Völker aufstellen können."

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