18.01.2018 - 10:46 Uhr
WaidhausOberpfalz

Später Knaller an der Grenze 100 Kilo Pyrotechnik sichergestellt

Ob er denn ein verspätetes Silvesterfeuerwerk zünden wolle, fragten die Waidhauser Zöllner den 23-Jährigen. "Nein", soll er geantwortet habe. "Die Raketen und Kracher habe ich schon für Silvester 2018 gekauft." Und zwar nicht weniger 1600 Stück, die er in Müllsäcken von Tschechien nach Deutschland schmuggeln wollte. Die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege Waidhaus stellten die 100 Kilo Pyrotechnik sicher. Denn die erforderlichen Prüfkennzeichen fehlten.

Nur ein kleiner Teil der 1600 Feuerwerkskörper. Bild: Zoll
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Nicht der einzige Reisende in den vergangenen Tagen, der sich laut Bericht der Hauptzollamtes Regensburg nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten muss. Bei einem weiteren Aufgriff zogen die Waidhauser Zöllner mehrere "Kugelbomben" aus dem Verkehr. Diese werden im Nachbarland ohne Abschussvorrichtung verkauft. Sie sollen in einem etwa einen Meter langen Kunststoffrohr gezündet werden, das senkrecht in den Boden eingegraben wird. Laut Hauptzollamt besteht die Gefahr, dass das Rohr beim Zünden umfällt und der Feuerwerkskörper unkontrolliert explodiert. Pressesprecher Michael Lochner zitiert das Gesetz: "Wer mit illegaler Pyrotechnik angetroffen wird, muss mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz rechnen." Außerdem könnten die Feuerwerkskörper zu schlimmen Verletzungen führen.

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