Trio belebt mit Kinder-Kolping-Club die Gemeinschaft in Waidhaus
Neues Leben bei Kolping

Margret Zintl, Jutta Reinisch und Christl Kaas (von links) sind die Motoren des Kinder-Kolping-Clubs, der dem Nachwuchs verschiedene Angebote bietet. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
17.12.2016
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Anders als in benachbarten Pfarreien ließ das Interesse an der Kolpingsfamilie in Waidhaus in den vergangenen Jahren rapide nach. Doch drei Damen starten den Neuanfang.

(fjo) Während die Gemeinschaften in Eslarn, Moosbach und Waldthurn intakt und aktiv sind, lag das Verbandsleben in Waidhaus so gut wie darnieder. Da half auch das als separater Bau zwischen Pfarrkirche und Pfarrhaus bestehende Kolpingheim nichts. Es erfuhr seitdem verschiedene Nutzungen, wobei zumindest die große Kolpingfahne und ein großes Bild des Verbandsgründers weiterhin einen zentralen Platz im Saal einnehmen.

Freizeit sinnvoll nutzen

Einen Neuanfang bei der Kolpingsfamilie wagte nach langer Vakanz ein Frauentrio. Wobei nicht nur neu gestartet wird, sondern auch die Zielgruppe entsprechend jung ist. Margret Zintl, Jutta Reinisch und Christl Kaas haben sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen eine Möglichkeit zu bieten, ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen und sich in Kirche, Staat und Gesellschaft zu engagieren. Nun tut sich wieder etwas im Kolpingheim und die Termine mit abwechslungsreichen Angeboten häufen sich allmählich.

Bei der Wahl des Namens kam die gemeinsam gefundene Abkürzung "KiKoClub" zum Zuge. Ganz ausgesprochen handelt es sich um den "Kinder-Kolping-Club". Es werden immer mehr interessierte Mädchen und Buben, die dabei sein wollen. Ein vielfältiges Angebot wird das ganze Jahr über geboten.

Sogar ans Kochen wagten sich die Kinder bereits. Auf der Speisekarte stand eine leckere Kürbiscremesuppe. Für die Umsetzung durften die Clubmitglieder sogar die neue Küche im Rathaus nutzen. Einen Speisekürbis aus eigenem Anbau stellte für die Zubereitung die "Marxmüllnerin", Erna Hartung, gratis zur Verfügung. Das außergewöhnliche Angebot ließ auch neue Kinder dazu stoßen.

Schnippeln und malen

Viel Spaß bereitete dem Nachwuchs das Schnippeln von Kürbisstücken in die benötigte Größe unter Anleitung der drei Betreuerinnen. Während die Suppe dann langsam vor sich hinköchelte, malten die Kinder in großer Runde im Saal des Gemeindezentrums bunte Bilder. Diese bildeten sogar in digitalisierter Form und auf Leinwand geworfen, einen zusätzlichen Rahmen für die "Staade Stund" der "Veeh-Harfen-Gruppe". Als die Suppe fertig war, gab es ein Mahl in großer Runde, ergänzt durch frische Baguettestangen als weitere Spende einer örtlichen Bäckerei.

Geschichte der Kolpingsfamilie in WaidhausNoch 1987 beim 40-jährigen Gründungsfest zählte die Kolpingsfamilie in Waidhaus rund 50 Mitglieder. Als Ziele heftete sich die Gemeinschaft einst auf die Fahne, Ansprechpartner für alle Altersgruppen der Gemeinde zu sein und zum Abbau von Konflikten und Vorurteilen zwischen den Generationen beizutragen. Legendär ist das Gründungsdatum im Mai 1945, nur wenige Wochen nach Kriegsende, unter Federführung des damaligen Pfarrers Dr. Georg Götz als katholischer Burschenverein.

Die Umbenennung in Kolpingsfamilie geschah am 17. August 1947 zusammen mit dem Anschluss an den Diözesanverband Regensburg. Bereits im Juni 1948 hielt man Fahnenweihe und 1956 entschied sich Waidhaus für einen Anschluss an den deutschen Zentralverband im Kolpingswerk. Der Bau des Kolpingheims datiert ins Jahr 1961.

1975 wurden erstmals Mädchen aufgenommen. Das Jahr 1980 war mit der Gründung einer eigenen Musikband verbunden. In dieser Zeit fand auch eine viel beachtete Podiumsdiskussion mit Politikern aus Bundestag und Kommunalverwaltung zum Thema "Jugendarbeitslosigkeit" statt. (fjo)
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