18.04.2018 - 17:44 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhaus kämpft weiter - Angebot aus Moosbach Wohin mit dem Binnenzollamt?

Bürgermeisterin Margit Kirzinger will den Standort des Binnenzollamts in Waidhaus halten. Am Montag gab es deshalb im Rathaus erneut Gespräche, diesmal mit Bundestagsabgeordnetem Uli Grötsch und den Verantwortlichen der Generalzolldirektion (GZD) Nürnberg, des Hauptzollamts Regensburg und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aus Nürnberg mit Nebenstelle in Amberg. Zurzeit logiert das Binnenzollamt auf einem angemieteten Areal des Verag-Spediteurs beim Autohof.

Das angebotene Grundstück in der Marktgemeinde Moosbach liegt unmittelbar am Kreisverkehr zur A 6 in Lohma. Bilder: dob (2)
von Elisabeth DobmayerProfil

Weil das Grundstück von Lkws stark frequentiert ist, kommt es dort regelmäßig zu chaotischen Verhältnissen (wir berichteten). Von Kirzinger ins Spiel gebrachte Alternativ-Grundstücke in Waidhaus scheiden "wegen Nichtumsetzbarkeit" aus. Margit Brandl, Leiterin des Hauptzollamts Regensburg, sprach deutlich ihr großes Anliegen bei einer möglichen Umsiedlung der Behörde aus: "Ich möchte eine Situation, die unabhängig für uns ist vom übrigen Verkehr, mit einer eigenen Zu- und Abfahrt." Dadurch könnten sich die Mitarbeiter auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren, statt auch noch den Verkehr zu regeln, und die gesamte Verkehrslage auf dem Autohof könnte nachhaltig besser werden.

Und: "Es soll keinesfalls so sein, dass trotz räumlicher Änderungen das Binnenzollamt in ein oder zwei Jahren schon wieder an Grenzen stößt." Brandl verriet auf Nachfrage, dass der Behörde auch auf dem Gebiet von Moosbach Flächen angeboten wurden. Allerdings seien diese auch keine Ideallösung. "Es ist nicht so, als drängten sich diese Flächen gegenüber allen anderen auf." Gisela Singer vom Gebäudemanagement der BImA dankte der Waidhauser Bürgermeisterin für die "konstruktiven Vorschläge", machte aber deutlich, dass das Amt auch die neuen Vorschläge beleuchten werde. Die bundeseigenen Flächen bei Waidhaus kämen wegen des abschüssigen Geländes und einer schlecht umsetzbaren Zufahrt nicht in Frage.

Eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Lösung, die auch das Bundesfinanzministerium überzeugt, will Anton Richter als Sachbeauftragter für Grundstücks- und Raumfragen bei der GZD finden. Der Binnenzollamt-Standort beschäftigt Bundespolitiker Uli Grötsch seit langem. "Das ist eine Behörde, die sich stetig nach oben entwickelt", betonte er, nachdem ihm die Leiterin des Hauptzollamts, Brandl, die Anforderungen an das Binnenzollamt vor Augen geführt hatte. Grötsch stellte zudem eine deutliche Zunahme des Schwerlastverkehrs fest.

"Es ist mein ausdrücklicher Wille, dass der Binnenzoll-Standort in Waidhaus bleibt", betonte der Politiker. Laut Kirzinger sind verschiedenen Varianten geprüft worden. Knackpunkt scheint jeweils die Zufahrt zu sein. Die Waidhauser Bürgermeisterin favorisiert nach wie vor den Verbleib des Zollamts auf dem Autohof. Doch gebe es diesbezüglich viele Fragezeichen. "Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen." Als Lösung will sie wie alle Beteiligten eine absolute Verbesserung erreichen.

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