Ausbau der Kreisstraße zwischen Miesbrunn und Hagendorf
Erhebliche Eingriffe ins Gelände

Beim Ausbau der Kreisstraße in Richtung Hagendorf, vorbei an der Fuchsmühle (rechts) hinüber nach Ödhäuser (im Hintergrund) stoßen die Arbeiter immer wieder auf besonders harten Untergrund. Bild: fjo
Wirtschaft
Waidhaus
09.12.2016
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Der Ausbau der Kreisstraße auf der Dürrenloher Höhe zwischen Miesbrunn und Hagendorf läuft. Mit derart vielen Felssprengungen hat die Bevölkerung jedoch nicht gerechnet.

Miesbrunn. (fjo) Die Arbeiter der Firma Voit müssen aus Sicherheitsgründen schon mal kurzfristig die Montagehallen verlassen. Der Untergrund des Areals scheint eine einzige Felsplatte zu sein. Die erheblichen Trassenänderungen gegenüber der bisherigen Strecke sehen zudem eine möglichst vorausschauende Linienführung der neuen Straße vor.

Mühsam Meter für Meter

Das bringt erhebliche Eingriffe in das Gelände mit sich. Mit schwerem Gerät kämpfen sich die Bauarbeiter seit Wochen mühsam Meter für Meter durch einen Untergrund, wie er härter kaum sein könnte. Die in großen Abschnitten neue Trassierung der rund 2,2 Kilometer langen Teilstrecke ist für den Landkreis eines der größten Straßenbauprojekete.

In mehreren Etappen soll zwischen Pleystein und Waidhaus am Hochberg entlang eine neue Verbindung entstehen. Die Ortsdurchfahrt von Hagendorf ist im ersten Bauabschnitt vor drei Jahren fertiggestellt worden. Daran knüpft in westlicher Richtung nun als zweiter Schritt und mit geschätzten Baukosten von bis zu 3,5 Millionen Euro der Ausbau bis Miesbrunn an. Darüber hinaus wegen der granit- und gneishaltigen Böden wird mit einer Bauzeit von mindestens neun Monaten gerechnet.

Auf ganzer Länge ist eine Verbreiterung von bislang 4,50 Meter auf eine dann durchgängig bestehende Straßenbreite von sechs Metern geplant. Die tiefe und unübersichtliche Senke beim Weiler Fuchsmühle ist durch eine weitläufig und großzügig ausfallende Umfahrung behoben. Größtenteils erhielt dieser Abschnitt bereits die erste Asphaltschicht.

Lösung verwirklicht

Die Regie über das Vorhaben liegt beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Bis zum Pleysteiner Ortsteil Dürrenlohe orientiert sich die Streckenführung im weiteren Verlauf so weit wie möglich an die bestehende Straße. Eine Lösung für die beiden enormen Kurvenradien zwischen Hagendorf und Ödhäuser wird hingegen in einer wesentlichen Neutrassierung verwirklicht.

Damit rückt die Kreisstraße auch ein gehöriges Stück vom Betriebsgelände der Hallenbaufirma weg. Ödhäuser, Am Spatwerk und Spielhof werden künftig über eine neu zu bauende Zufahrtsstraße angebunden. Bis zum Sommer soll die neue Straße zwischen Hagendorf und Miesbrunn in voller Länge befahrbar sein. Wann und wie es dann bis Pleystein weitergeht, steht noch in weiten Teilen in den Sternen.

Eine Ortsumgehung für Miesbrunn ist bislang wegen der Topographie aber nicht angedacht. Der Wunsch zur Fortführung des Ausbaus dieser Kreisstraße bis nach Pleystein genießt aber einen hohen Stellenwert. Keine Chance wird hingegen für eine wesentlich niveauärmeren Alternativroute über Spielhof mit direkter Anbindung an die "Waidhauser Landstraße" bei Zengerhof gesehen.

Letzter Bauabschnitt

Als letzter und vierter Bauabschnitt steht dann noch die Teilstrecke zwischen Hagendorf sowie der Staatsstraße zwischen Georgenberg und Waidhaus an. Für dieses relativ kurze und schon jetzt ziemlich gerade Straßenstück werden jedoch keine größeren Probleme mehr erwartet.
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