16.09.2014 - 00:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Vorstellung der Neubaupläne im Marktrat: Netto neben Netto in Waidhaus

Die Verantwortlichen des Netto-Konzerns gaben sich am Montagabend größte Mühe, ihr Riesenprojekt im Grenzmarkt anzupreisen. Der Marktrat wird einem Neubau aber auf die Schnelle nicht zustimmen. Ein Gespräch am runden Tisch soll Klarheit bringen.

Einen großen Netto-Markt will die Firma Ratisbona aus Regensburg an der Einfahrt in den Gewerbepark bauen. Das Geschäft wäre nur durch den Bocklweg vom bisherigen Domizil getrennt. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Diplom-Kaufmann Günther Schmidl und Philipp Friedrich wiesen immer wieder auf die guten Umsätze im Waidhauser Supermarkt hin. Das Unternehmen erhoffe sich von einer noch größeren Einkaufsfläche eine weitere, erhebliche Einnahmesteigerung. Ein weiteres Plus, so die Investoren, sei die gesteigerte Kaufkraft im Nachbarland. In der Marktratssitzung knisterte es fast vor Spannung während der fast einstündigen Information und Diskussion. Wie die Entscheidung in absehbarer Zeit letztlich aussehen wird, ist noch offen.

Kompletter Neubau

Geplant ist ein kompletter Neubau an der Einfahrt in den Gewerbepark, der nur durch den Bocklweg vom bisherigen Domizil getrennt wäre. Der jetzige Netto-Einkaufsmarkt würde nach Fertigstellung des Nachfolgers aufgegeben. Aber gerade davor graut dem gesamten Gremium bereits heute. Bürgermeisterin Margit Kirzinger brachte Verständnis für die Bestrebungen zu einem Neubau auf.

Während die Rathauschefin vehement für einen Aus- und Umbau des jetzigen Markts plädierte, sahen die Geschäftspartner fast ausschließlich in einem Neubau eine "moderne, zeitgemäße" Alternative. Schließlich dürfe sich Waidhaus durch die vorgesehene Erweiterung der Einkaufsfläche um 400 Quadratmeter gegenüber den derzeitigen Wert rund 780 Quadratmetern "glücklich schätzen".

Vorerst in der Schwebe

Schmidl präsentiert die Neubaupläne der Firma Ratisbona aus Regensburg. Es handelt sich um einen großflächigen Markt in der Raiffeisenstraße direkt an der Autobahnausfahrt. "Wir schätzen uns glücklich, den Einkaufsmarkt zu haben, aber das wäre der vierte Leerstand in Waidhaus", hielt die Rathauschefin dagegen. Das Projekt sei im Grenzmarkt hoch angesiedelt, aber es gelte auch diesen Leerstand zu verhindern. "Wie der dann aussieht, können wir uns schon jetzt gut vorstellen."

Nachdem für das Ansinnen an der geplanten Stelle eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig ist, bleibt das Projekt vorerst noch in der Schwebe. Als Kompromiss schlug die Bürgermeisterin ein Gespräch aller Beteiligten am runden Tisch vor, das in Kürze über die Bühne gehen soll.

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