13.10.2013 - 00:00 Uhr
WaldershofOberpfalz

Andreas Prucker präsentiert Skulpturen und Zeichnungen - Ausstellung bis 31. Oktober geöffnet Steine in den Steinwald geschleppt

Von wegen Eulen nach Athen tragen: "Steine in den Steinwald schleppen", bemerkte süffisant der Laudator bei der Ausstellungseröffnung am Freitag im Rathaus. Der gebürtige Waldershofer Künstler Andreas Prucker, der heute in Regensburg wohnt und arbeitet, transportierte seine schweren Skulpturen sowie Bilder aus der Bezirkshauptstadt ins Rathaus seiner Heimatstadt.

Künstler Andreas Prucker mit seinem Laudator Dr. Dr. Placidus Bernhard Heider (rechts), einem Freund aus gemeinsamen Marktredwitzer Schultagen. In der Mitte Skulptur "Sebastian", die für 1500 Euro käuflich zu erwerben ist. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Philosoph Placidus Bernhard Heider stellte seinen Freund bei der Vernissage näher vor. Die Ausstellung mit Werken von Andreas Prucker ist noch bis zum 31. Oktober im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Zu den 17 Skulpturen gesellen sich etliche Zeichnungen.

Bürgermeister Hubert Kellner freute sich außerordentlich, mit Andreas Prucker einen Waldershofer Künstler zum Stadtjubiläum präsentieren zu können. "Mit der heutigen Vernissage startet die erste von noch sieben Veranstaltungen", kündigte er den Endspurt an. Besonders freute er sich über das Kommen der gesamten Prucker-Familie sowie vieler Vertrauter und Bekannter des Künstlers, der 1990 Waldershof verließ. Kellner interessierte vor allem die Frage: "Was bewegt Menschen, die sich mit Steinen beschäftigen und sie bearbeiten?" Eine Antwort erhoffte er sich mit den Gästen vom Laudator. An Martina Prucker, die Gattin des Künstlers, überreichte der Bürgermeister Blumen.

Dr. Dr. Placidus Bernhard Heider, ein gebürtiger Marktredwitzer, erinnerte daran, dass er mit Andreas Prucker vor 28 Jahren in Marktredwitz das Abitur gemacht hat. Seit dieser Zeit verbindet die beiden eine enge Freundschaft. Dr. Dr. Heider bekundete: "Ich bin nicht ganz unschuldig an seiner Berufsentscheidung, dass Andreas Prucker Steinmetz geworden ist und sich als Künstler und Bildhauer weiterentwickelte." Heider bekundete seinen Respekt für eine Arbeit, die mit viel Kraft und Fleiß verbunden sei.
"Das Herausarbeiten von Figuren aus einem Steinklotz zeichnet Andreas Prucker aus", sagte der Laudator. "Langsames und intensives Arbeiten mit einem Stein. Heraus kommt eine Figur, eine Skulptur. Ein Stein wird zum Leben erweckt", sagte er. "Aus Steinblöcken werden Körper und Figuren, sie greifen ineinander." Das Schöne dabei sei, dass die Kunst das Uralte und das Neue verbinde. Der Künstler spiele mit seinen Werken, mit seinem Geschaffenen. Freilich, so Dr. Dr. Heider weiter, müsse der Künstler dem Stein wehtun, wenn daraus etwas Kunstvolles entstehen solle. "Sicher, der Stein leidet, wenn ihm etwas weggeschlagen wird. Aber es muss etwas kaputt gehen, damit etwas Neues entsteht."

Abschließend betonte Andreas Prucker, dass ihm diese Ausstellung in Waldershof eine Herzensangelegenheit ist. "Ich freue mich, meine Kunst und meine Werke meinen Waldershofern näherbringen zu können." Am Sonntag, 27. Oktober, wird Andreas Prucker noch einmal persönlich vor Ort sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Übrigens: Die Skulpturen und Zeichnungen können im Rathaus auch käuflich erworben werden. "Einen Prucker im Wohnzimmer zu haben, kann nochmal sehr wertvoll werden", schmunzelte der Künstler.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.