06.09.2014 - 00:00 Uhr
WaldershofOberpfalz

Elfriede Haensel regelmäßig im Kösseinebad - 5000 Meter kein Problem - Vielfältig aktiv Fit wie ein Fisch im Wasser

Elfriede Haensel aus Waldershof ist topfit. Ihre 79 Jahre merkt man ihr nicht an. Sicher ein Grund dafür ist ihre sportliche Einstellung. Elfriede Haensel schwimmt leidenschaftlich gern und regelmäßig. "Das Wasser ist mein Element."

Viel Freizeit verbringt Elfriede Haensel in ihrem Garten, den sie mit Liebe und großem Einsatz pflegt. Fit hält sie sich besonders mit Schwimmen. Bild: kro
von Konrad RosnerProfil

Allerdings unter einer Bedingung: Das Wasser muss mindestens 22 Grad haben. Sonst verzichtet sie auf ihren geliebten Schwimmsport. Elfriede Haensel liebt das ruhige Kösseinebad und ist hier nahezu täglich zu Gast. Doch heuer macht es ihr der Sommer schwer. Wegen der niedrigen Temperaturen war sie seit dem 10. August nicht mehr im idyllischen Naturbad. Der verregnete und unterkühlte August "vermasselte" ihr das Schwimmen. Und so werden es heuer wohl nicht mehr als 30 Besuche im Kösseinebad gewesen sein. In den Wintermonaten schwimmt sie einmal in der Woche im Marktredwitzer Hallenbad.

Das Schwimmen hat sie sich mit sieben Jahren im Kösseinebad selbst beigebracht. Elfriede Haensel hat es schon immer Spaß gemacht im Wasser zu sein. Auch als Kind nutzte sie ihre freie Zeit, um zu schwimmen. Damals sahen das aber nicht alle gerne.

Strafarbeit

Als Kind besuchte sie die Mädchenschule in Waldershof; die Geschlechter waren damals in der Schule noch getrennt. Den Schwestern war es deshalb ein Dorn im Auge, wenn Elfriede Haensel Badekleidung anzog, um im Freibad ihre Bahnen zu ziehen. Mehrfach bekam sie deshalb Strafarbeit aufgebrummt, ärgert sich die 79-Jährige noch heute. Sie habe sich so manche List einfallen lassen müssen, um unerkannt im Bad schwimmen zu können. "Aber das war eine andere Zeit", schmunzelt Haensel und erinnert, dass sich ihre Eltern nie im Kösseinebad auszogen und schwammen. "Die saßen immer am Beckenrand - angezogen, während wir Kinder schwammen."

Der sportliche Ehrgeiz packte sie, als sie in der Zeitung Berichte vom 24-Stunden-Schwimmen in Marktredwitz las: Eine Frau gewann den ersten Preis, weil sie 400 Meter schwamm. Da konnte sie leicht mithalten. Und so tritt Elfriede Haensel seit 2009 nun jedes Jahr beim Marktredwitzer Schwimm-Wettbewerb an. Dabei freut sie sich regelmäßig über Top-Platzierungen. Meist schwimmt sie 5000 Meter.

Elfriede Haensel hält sich aber nicht nur durchs Schwimmen fit. Ein weiteres Hobby ist das Wandern, vornehmlich mit dem Fichtelgebirgsverein Waldershof. Bei den Mittwochs-Wanderern ist sie ein gerngesehenes aktives Mitglied. Zudem besucht sie auch Kurse an der Volkshochschule. Viel Zeit wendet sie für die Pflege ihres großen Gartens mit prächtigen Blumen und allerlei Gemüse auf. "Die Gartenarbeit hält jung."

Für besondere Anlässe wie Geburtstage schreibt Elfriede Haensel Gedichte. Auch engagiert sie sich im Widerstand gegen die "Monstertrasse" durch Steinwald und Fichtelgebirge.

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