Planer prüfen Anregungen - Bald erste Bauarbeiten am Radweg beim neuen Kreisverkehr
In kleinen Schritten zur Umgehung

In weit geschwungenen Bögen (obere Bildhälfte) umkurvt einmal die 3,4 Kilometer lange Ortsumgehung die Stadt Waldershof. Repro: hd
Lokales
Waldershof
27.08.2014
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"Im Herbst passiert noch was", versichert Henner Wasmuth. Der Chef des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach kündigt im Gespräch mit unserer Zeitung erste Bauarbeiten für den Kreisverkehr am Startpunkt der Ortsumgehung an.

Der Kreisel soll schon vor dem Bau der Umgehung für einen besseren Verkehrsfluss an der Einmündung der Staatsstraße 2121 (von Wiesau kommend) in die Staatsstraße 2177 zwischen Waldershof und Marktredwitz sorgen. Ein Vorhaben, das unabhängig von und vor der Umgehung verwirklicht wird.

Eine halbe Million Euro

"Ja, wir wollen noch heuer einsteigen", bekräftigt der Leitende Baudirektor am Dienstag auf Nachfrage. In den nächsten Tagen würden die Maßnahmen ausgeschrieben. Gemessen am Gesamtprojekt fällt der Auftakt freilich recht überschaubar aus: Das Bauamt ändert den Radweg am neuen Kreisverkehr. "Er bekommt seine endgültige Lage." Allerdings nur vorübergehend oberirdisch. Denn der Bau der Ortsumgehung bringt einmal eine Unterführung für Radfahrer mit sich. Der Großteil der Bauarbeiten für den Kreisverkehr läuft nach Auskunft von Henner Wasmuth im nächsten Jahr. Die Kosten: rund eine halbe Million Euro.

Mit rund 17 Millionen Euro ist die Umgehung taxiert, ein Baubeginn noch völlig offen. Derzeit lägen die Pläne bei der Regierung der Oberpfalz, informiert der Chef des Bauamts. Während der Auslegung im Mai und Juni habe nicht nur die Stadt Waldershof Anregungen eingebracht. Auch Unternehmen hätten Bitten zur Anbindung vorgetragen. All diese Vorschläge und Einwendungen müsse das Staatliche Bauamt in den nächsten Wochen prüfen und eventuell einarbeiten. "Gibt es berechtigte Einwände, dann müssen wir schauen, wie wir den Leuten entgegenkommen können." Vielleicht müssten auch Alternativen untersucht werden, was Zeit koste. Es könne zu kleinen Planänderungen kommen, wenn die Trasse um ein paar Meter verschoben werden müsse, "damit die Besitzer Grundstücke besser nutzen können". Zu berücksichtigen seien zudem Forderungen des Naturschutzes. Besonders im Hinblick auf den Erörterungstermin für die Umgehungsstraße sei es wichtig, mögliche Probleme vorab zu klären und Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Bis Allerheiligen könnten die Alternativen abgestimmt sein, so Henner Wasmuth, der auf einen Erörterungstermin im ersten Quartal 2015 hofft. Nächste Etappe ist der Planfeststellungsbeschluss. Falls Klagen ausbleiben, folgt dann ein rechtskräftiger Beschluss, der Baurecht schaffe.
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