14.01.2018 - 17:26 Uhr
WaldershofOberpfalz

Appell und kritische Anmerkungen beim Neujahrsempfang Mit Respekt und Wertschätzung

Beim Neujahrsempfang wünscht sich Bürgermeisterin Friederike Sonnemann für 2018, dass alle Verantwortlichen gemeinsam einen Weg der Wertschätzung und des Respektes gehen - zum Wohle der Stadt. Ein Workshop soll dies fördern.

Nach den gemeinsam gesungenen Strophen des Waldershofer Heimatliedes, der Bayernhymne und des Deutschlandliedes sorgte das A-cappella-Ensemble "Sing Out" (Bild) für beste Unterhaltung. Bild: fpoz
von Oswald ZintlProfil

Im Neujahrsempfang sieht Bürgermeisterin Friederike Sonnemann die ideale Plattform für persönliche Gespräche, einen regen Meinungsaustausch und das Kennenlernen. Einen besonderen Dank richtete sie am Freitagabend an die Vertreter aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen, "die an das Gemeinwesen glauben und kontinuierlich mit den politisch Verantwortlichen an dessen Weiterentwicklung arbeiten". Sonnemann: "Wir alle haben das gemeinsame Ziel, den Menschen in Waldershof eine attraktive Stadt mit gut funktionierendem Gemeinwesen in sozialem Frieden zu bieten. Dafür leisten Sie alle Ihren Beitrag in unterschiedlichsten Bereichen und das verdient größten Respekt."

Den Mitarbeitern der Verwaltung dankte die Bürgermeisterin dafür, dass sie mit ihrer Arbeit den Stadtrat in die Lage versetzen, auf der Basis fundierter Informationsbereitstellung Entscheidungen zu treffen: "Sie leisten großartige Arbeit. In dieses Engagement und diese Kompetenz setze ich mein Vertrauen. Das ist die Visitenkarte unserer Stadt und bestes Marketing."

Konsens finden

Dank sagte Sonnemann auch an die Fraktionen im Stadtrat. Hier würden Entscheidungen über die Weiterentwicklung des Gemeinwesens getroffen. Dabei sei es nicht immer leicht, durchaus berechtigte Individualinteressen einer Abwägung zu unterziehen. "Das Gemeinwohl hat aber immer Priorität." Sonnemann weiter: "Wie Sie wissen, sehe ich traditionell in der Kommunalpolitik mehr das Einende als das Trennende zwischen den Fraktionen. Auch wenn die ausgestreckte Hand zur Konsensfindung nicht immer angenommen wird, stehe ich auch dann zu meiner Politik einer offenen Kommunikation und des Herausarbeitens positiver Ziele. Wir alle, die wir in der Politik wirken, sind dem Wohle der Menschen verpflichtet. Und das wird auch erwartet." Kritisch merkte die Bürgermeisterin weiter an: "Tradierte politische Reflexe, die mehr dem Finden von Schuldigen und weniger dem Herausarbeiten von gemeinsamen Lösungen dienen, streben nur nach kurzen medialen Erfolgen. Sie dienen auch nicht einer nachhaltigen Stadtentwicklung." Als Ziele für das neue Jahr nannte Sonnemann eine starke, sich gut entwickelnde Wirtschaft, eine Stadt, in der die Menschen gerne leben und arbeiten, sowie erlebbare Familienfreundlichkeit. Rückblickend auf das Jahr 2017 erinnerte die Bürgermeisterin an den Neubau der Sporthalle, der kostenmäßig absolut im Rahmen geblieben sei, den neu eingerichteten Waldkindergarten als zusätzliche Betreuungseinrichtung, die Übernahme der Trägerschaft des Kinderhauses Sankt Sebastian und die Entwicklung des Stadtparks als Anziehungspunkt für Jung und Alt zum Erholen, Spielen und aktiv Sport machen. Neu geplant sind für den Stadtpark ein Kiosk, ein Bücherschrank sowie ein Wohlfühl-Bereich mit Kletterfelsen und Holzskulpturen. "Wir werden in diesem Jahr wieder ein Stadtparkfest mit einem Open-Air-Kino durchführen", informierte Friederike Sonnemann.

Allen Unternehmern dankte Sonnemann dafür, dass sie immer neue Ideen und Visionen entwickeln, dem Standort treu bleiben und damit Arbeitsplätze sichern und neue Arbeitsplätze schaffen. Auch in Zukunft werde die Stadt in einem engen Dialog mit den Unternehmen bleiben, versprach das Stadtoberhaupt. Trotz der Erfolge in der Wirtschaftsentwicklung und der Stadtentwicklung verwies die Bürgermeisterin darauf, diejenigen Menschen nicht zu vergessen, die Hilfe benötigen. Und hier zähle auch die Barrierefreiheit: "Aus meiner Sicht gehört es zwingend dazu, unsere Schule komplett barrierefrei zu gestalten." Und dazu sei ein Aufzug nötig. "Ich appelliere an dieser Stelle an alle Mitglieder des Stadtrates, die Modernisierungsmaßnahme zum Wohle von Menschen mit Behinderung nicht zu verhindern."

Vertrauen wachsen lassen

"Zum respektvollen Miteinander gibt es keine Alternative", stellte Sonnemann resolut fest und ergänzte: "Ich schlage deshalb vor, dass wir uns noch im ersten Quartal zu einem gemeinsamen Workshop zusammenfinden, um notwendiges Vertrauen zu pflegen und weiter wachsen zu lassen." Zur personellen Situation in der Verwaltung merkte Sonnemann an: "Wir sind derzeit am Limit - durch Krankheit und einen sehr tragischen Todesfall. Deshalb müssen Verwaltung und Stadtrat noch enger zusammenrücken, um die anstehenden Aufgaben meistern zu können und Prioritäten zu setzen." Den Gästen wünschte die Bürgermeisterin ein gesundes Jahr 2018, zudem Zufriedenheit, Erfolg, Energie, Freude an der Arbeit, Zeit für wichtige Dinge des Lebens und für die Erfüllung der persönlichen Wünsche und Vorsätze. "Wenn ich mir für 2018 etwas wünschen dürfte, dann, dass wir alle gemeinsam einen Weg der Wertschätzung und des Respektes zum Wohle dieser Stadt gehen."

Ich appelliere an alle Mitglieder des Stadtrates, die Modernisierungsmaßnahme zum Wohle von Menschen mit Behinderung nicht zu verhindern.Bürgermeisterin Friederike Sonnemann
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