24.11.2017 - 16:22 Uhr
WaldershofOberpfalz

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann informiert in Ortsteilversammlungen: Alle Gewerbeflächen reserviert

In sechs Ortsteilversammlungen steht das Waldershofer Stadtoberhaupt Rede und Antwort. Von Bürgerseite kommen zahlreiche Anregungen und Wünsche. Friederike Sonnemann wartet zudem mit einer Fülle an Infos auf.

von Oswald ZintlProfil

Die Information vor Ort hat für Bürgermeisterin Friederike Sonnemann oberste Priorität. In den Ortsteilversammlungen in Rodenzenreuth, Helmbrechts, Lengenfeld, Poppenreuth, Hohenhard und Walbenreuth spricht die Rathauschefin vor knapp 150 Bürgern. Eingangs aller Informationsveranstaltungen gab Sonnemann einen Überblick über die laufenden und zum Teil abgeschlossenen Projekte in der Kösseinestadt. Zum Rosenthal-Areal berichtete Sonnemann, dass alle Flächen für ortsansässige Unternehmen reserviert seien, und ergänzte: "Eigentlich müssten wir noch ein Gewerbegebiet ausweisen, da Waldershof als Unternehmensstandort weiter stark gefragt ist." Ein kleiner Teil des Areals, der eigentlich aufgeschüttet werden sollte, werde in Zusammenarbeit mit dem Fahrradhersteller Cube als Dirt-Bike-Strecke ausgebaut und stehe allen Radfans zur Verfügung. Die neue Sporthalle bezeichnete Sonnemann als optimale Lösung für den Schul- und Vereinssport. Neben der neuen Sportstätte werde auch die alte Turnhalle weiter genutzt. Beide Hallen seien ausgebucht, erläuterte Sonnemann.

Spiel- und Erholungsstätte

Zum Thema Stadtpark sagte das Stadtoberhaupt: "Es war eine richtige Entscheidung, hier zu investieren. Viele Generationen nutzen den Park inzwischen als Erholungs-, Spiel- und Begegnungsstätte." Im kommenden Jahr wird der Park über die Walbenreuther Straße hinweg erweitert. Dafür werden die Striegl-Scheune und das Kreuzer-Haus abgerissen, so Sonnemann. Entstehen soll dort ein Kletterfelsen. Zudem werde eine Tischtennisplatte aufgestellt. Stichwort Straßensanierung: Hier seien alle Ortsteile und der Stadtbereich betroffen, verwies die Bürgermeisterin auf das Straßenkataster, das regelmäßig erweitert werde. Ziel für die Zukunft sollte es ein, dass jedes Jahr eine Straße im Stadtbereich und eine Straße in den Ortsteilen saniert wird. "Dabei wird geprüft, ob bei einigen Straßen ein Abfräsen der Deckschicht genügt und damit ein Komplettausbau, der ja die Anwohner mit Kosten belastet, vermieden werden kann." Zum Thema Bauhof merkte Sonnemann an, dass hier Personalbedarf bestehe und eine Einstellung im Stadtrat abgelehnt worden sei. Die Anforderungen an die Mitarbeiter des Bauhofes durch die Übernahme des Kinderhauses Sankt Sebastian, die neue Sporthalle und den Stadtpark seien enorm gestiegen. Derzeit werde zu den Arbeitsabläufen des Bauhofes ein Organisationsgutachten erstellt. "Im Rathaus werden Überlegungen angestellt, eine Saisonkraft über den Winter einzustellen. Und wir freuen uns, wenn wir Waldershofer Bürgern Arbeitsplätze anbieten können."

Montag weitere Infos

Informationen gab Sonnemann auch zur Situation der Kinderbetreuung, zum Breitbandausbau, zum Stand der Planung der Umgehungsstraße, zu den Baugebieten, zur Innenstadtentwicklung und zur Arbeit hinter den Mauern des Rathauses. Dabei erinnerte sie daran, dass der geschäftsführende Beamte Josef Kaiser krankheitsbedingt längere Zeit ausfallen werde. "Bei uns ist Land unter. Und ich bitte die Bürger um Rücksicht, wenn manche Dinge nicht sofort erledigt werden können." Rathausmitarbeiter Christoph Haberkorn informierte über Elektro-Mobilität und warb für Bürger-Service-App und E-Post. Die Bürgerversammlung für das Stadtgebiet findet am Montag, 27. November, um 19 Uhr in der Jobst-vom-Brandt-Schule statt.

Bei uns ist Land unter. Ich bitte die Bürger um Rücksicht, wenn manche Dinge nicht sofort erledigt werden können.Bürgermeisterin Friederike Sonnemann

Was die Bürger in den Waldershofer Ortsteilen bewegt

In der Ortsteilversammlung in Rodenzenreuth baten die Bürger um Unterstützung bei den Arbeiten rund um den Dorfpark. Angeregt wurde das Umsetzen des Bushäuschens, das eine solarbetriebene Beleuchtung erhält. Nach langer Diskussion stimmte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann dem Vorschlag zu, in Schurbach einen Grüngutcontainer aufzustellen. In Helmbrechts wiesen die Bürger darauf hin, dass bei den Baumaßnahmen zur Straßensanierung darauf geachtet wird, dass die Straßenentwässerung für die Anlieger nicht zum Problemfall wird.

Den Walbenreuther Bürgern war wichtig, dass zwei sehr alte Bäume am Ortseingang - sie stehen unter Naturschutz - auf ihre Standsicherheit überprüft werden. Zudem wurde angeregt den Weg von Masch nach Pilgramsreuth zu überarbeiten. In Poppenreuth wurde Sonnemann darauf hingewiesen, dass durch den Wasserleitungsbau in der Walmbachstraße, die für die Umleitung benutzen Straßen - Siebensternweg und Stemmenreuther Straße - sehr in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Die Anwohner befürchten, für diese Schäden später aufkommen zu müssen. Sonnemann versprach, die Angelegenheit zu prüfen. Angeregt wurde weiter ein Geschwindigkeitsmesser in der Walmbachstraße, von Walbenreuth her kommend oder der Einbau einer Verkehrsinsel.

In der Diskussion um den Grün-Gut-Container dankte Sonnemann Willi und Werner Scheitler, die immer ein Auge darauf werfen, dass nichts Verbotenes in den Container geworfen wird und dort auch Hand anlegen, wenn Grüngut neben dem Container abgestellt wird. "Das ist echtes Bürgerengagement zum Nutzen aller", freute sich Bürgermeisterin Sonnemann und ergänzte: "Wenn die Anlieferung nicht den Vorgaben entspricht, bleibt der Stadt nichts anderes übrig, als diesen Service wieder einzustellen." Angeregt wurde auch, für den Bereich der Ortsausfahrt von Waldershof nach Walbenreuth - vor der Brücke mündet ein Seitenweg in die Hauptstraße ein - eine Barriere aufzubauen, da hier immer wieder Radfahrer unkontrolliert auf die Fahrbahn kämen.

Beim Treffen in Lengenfeld mahnte Josef Reichenberger an, bei der anstehenden Elektrifizierung der Bahnlinie Schallschutz einzufordern. Wieder aufs Tablett kam die Geschwindigkeitsbegrenzung bei der Ortseinfahrt. Hier wurden Geschwindigkeitskontrollen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung gefordert. Dazu Oskar Kastner: "Es muss offenbar erst was passieren, damit die zuständigen Stellen was unternehmen." Zum Thema Dorfweiher, der auch als Wasserreservoir für die Feuerwehr genutzt wird, stellte Gerhard Kaiser fest, dass dieser dringend entschlammt werden müsse. Die Verunreinigung stamme von Fischteichen. Anton Strunz verlangte eine Änderung der Straßenausbaubeitragssatzung: "Hier wird Politik gegen die Bürger gemacht, wenn der maximale Beitrag auf sie umgelegt wird."

Die Hohenharder Bürger erinnerten daran, dass es gut wäre, wenn wieder Schneefangzäune aufgestellt würden. Hier kam eine Absage von Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. Die Stadt habe sich hier der Entscheidung des Landratsamtes Tirschenreuth angeschlossen, das ebenfalls auf Schneefangzäune verzichte. Anton Hauptmann setzte sich für längere Öffnungszeiten im Kösseinebad ein. Kritisiert wurde der Zustand des Wanderparkplatzes; hier sollte die Schotterfläche überarbeitet werden. Manfred Englmann regte für diesen Bereich Sitzmöglichkeiten und Spielgeräte für Kinder an, da der Parkplatz sehr stark frequentiert werde. Christine Weidmann machte sich stark für eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Kellerwiesenweg. (fpoz)

 

 

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