05.03.2018 - 17:06 Uhr
Waldershof

CSU Waldershof zeigt sich kämpferisch "Volle Gegenwehr" angekündigt

Die CSU in der Kösseinestadt ist auf einem guten Weg. Der Ortsverband zählt 73 Mitglieder und ist aktiver Teil des politischen und gesellschaftlichen Lebens. Schon jetzt richten die Christsozialen den Blick auf die Kommunalwahlen 2020 und sparen nicht mit Kritik.

Treue Mitglieder zeichnete der CSU-Ortsverband Waldershof bei der Jahreshauptversammlung aus. Im Bild von links Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer, Emmeram Meyer, Monika Greger, Fritz Schaller, Marcus Meier, die neugewählte Beisitzerin Margit Bayer und Kreisvorsitzender Tobias Reiß. Bild: fpoz
von Oswald ZintlProfil

CSU-Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer orientierte sich in seinem Jahresrückblick am Weltgeschehen und an der Aussage der "Mama Bavaria": "Bayern ist im Umbruch. Nichts ist mehr so, wie es mal war." Und das gelte auch für Waldershof. Auf die Kommunalwahl 2020 vorausblickend stellte Rabenbauer fest: "Der richtige Weg muss sein, unseren Ortsverband und die Mandatsträger immer wieder zu erneuern, zu verjüngen. Jedoch, und das ist besonders wichtig, nicht um den hohen Preis des Verlustes von zu viel Erfahrung und Wissen. Ich will einen gesunden Mix aus Jung und Alt, Erfahrung und Innovation, Gelassenheit und Schubdrang." Es werde Veränderungen beim Bürgermeisteramt und auch in der Zusammensetzung des Stadtrates geben. "Wir müssen bereits heute die Weichen stellen, damit wir nach der Wahl 2020 wieder die Möglichkeit haben, unsere Vorstellungen über die Politik in unserer Stadt an verantwortlicher Stelle zum Wohle aller umsetzen zu können", forderte Rabenbauer. Dass sich Hartnäckigkeit auszahle, machte Rabenbauer an der Sanierung der Straße zwischen Waldershof und Walbenreuth fest: "Unser Ehrenvorsitzender Josef Daubenmerkl hat es mit der Unterstützung der CSU-Kreistagsfraktion geschafft, dass der Landkreis dieses Projekt nun endgültig angeht." Zur Zusammenarbeit im Stadtrat merkte der Vorsitzende an, dass es immer wieder Beispiele gebe, wo ohne Blick auf Partei und Fraktion gute Lösungswege erarbeitet und viele einstimmige Beschlüsse im Gremium gefasst werden. Unterstellungen wie Fundamental-Opposition und das Betreiben von Machtspielchen lässt sich Rabenbauer nicht bieten: "Ich bin zuletzt dagegen vehement vorgegangen und lasse das auch in Zukunft niemandem durchgehen. Wer dazu aber nicht in der Lage ist und sich seine Wahrheit zusammenschustert, wie er es gerne hätte, der muss mit der vollen Gegenwehr von mir und meiner Fraktion rechnen. Ich lasse mir keine Unwahrheiten unterschieben, von niemandem, egal an welcher Stelle auch immer." Ein Vergelt's Gott sagte Rabenbauer an alle Unterstützer in Vorstand und Fraktion, den Mandatsträgern auf allen Ebenen und an alle Bürger, die sich im politischen Bereich engagieren.

Fraktionssprecher Hilmar Wollner ging in seinem Rückblick auf die Themen Schulsporthalle und Schule, Rosenthal-Gelände, Ortsumgehung, Straßenerhalt, Baugebiete und Erschließungen sowie die Kindergärten ein. Wollner verdeutlichte dabei, dass die CSU nie gegen eine barrierefreie Sanierung der Jobst-vom-Brandt-Schule gewesen sei. "Hier störte die Tatsache, dass kein Gesamtkonzept vorlag." Zum Waldkindergarten (die CSU sei nicht grundsätzlich dagegen, sondern sah die Priorität beim Ausbau der Krippenplätze) führte Hilmar Wollner aus, dass sich die Situation nach einem Jahr wesentlich schlechter darstelle als bei der Beschlussfassung. "Der prognostizierte Zuschuss von 70 Prozent für die Schutzhütte und die weitere Ausstattung ist auf null gefallen. Wurde im Februar 2017 von 15 Anmeldungen gesprochen, gibt es aktuell nur sechs Kinder im Waldkindergarten." Hier bleibe laut Wollner nur das Prinzip Hoffnung, dass sich die Zahl der Kinder im kommenden Jahr wesentlich erhöht. Zum Haushalt gebe es durch die krankheitsbedingten Ausfälle noch keinen Vorentwurf. Ehrenvorsitzender Josef Daubenmerkl sprach das Thema "Schließung des Pfarrheims" an. Dazu Mario Rabenbauer: "Das haben wir auf der Agenda." Toni Dutz, Bürgermeister aus Wiesau, der ein ähnliches Problem zu lösen hatte, gab den Rat: "Ihr müsst mit dem Bistum hart verhandeln."

Ehrungen und Wahlen

Für langjährige Mitgliedschaft ehrte die CSU Marcus Meier (10 Jahre), Monika Greger und Fritz Schaller (25 Jahre) und Emmeram Meyer (55 Jahre). Durch den Wegzug von Roberto Schroth wurde das Amt des Beisitzers neu mit Margit Bayer besetzt. Die Wahl der Delegierten zur Europawahl 2019 brachte folgendes Ergebnis: Delegierte sind Angela Burger, Margit Bayer, Monika Greger, Stefan Müller und Mario Rabenbauer, Ersatzdelegierte Thomas Ernstberger, Thomas Frischholz, Helmut Härtl, Stefan Neumann und Anton Strunz. (fpoz)

Der prognostizierte Zuschuss von 70 Prozent für die Schutzhütte und die weitere Ausstattung ist auf null gefallen.Hilmar Wollner zum Thema Waldkindergarten
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