06.09.2017 - 17:20 Uhr
WaldershofOberpfalz

Direktkandidat Karl Meier zu Gast bei den Freien Wählern in Waldershof Damit die Rente zum Leben reicht

Wo drückt der Schuh? Was interessiert die Waldershofer? Was muss sich ändern? Rede und Antwort steht Karl Meier, der für die Kreisgruppen Neustadt/Weiden und Tirschenreuth der Freien Wähler bei der Bundestagswahl antritt.

Dialog mit Karl Meier (Dritter von links), Bundestagsdirektkandidat der Freien Wähler. Mit im Bild die Waldershofer FW-Vorsitzende Michaela Härtl (Fünfte von links) sowie Fraktionssprecherin und dritte Bürgermeisterin Gisela Kastner (Vierte von links). Bild: wro
von Werner RoblProfil

Der 61-jährige Wirtschaftsingenieur und Kreisrat im Landkreis Neustadt an der Waldnaab stellte im Gasthaus "Zur Kösseine" seine Ziele vor. Karl Meier arbeitet seit über 30 Jahren auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr und ist seit mehr als zwei Jahrzehnten bei den Freien Wählern politisch engagiert. Seit 2014 sitzt er im Kreistag. "Gehen Sie wählen", lautet einer seiner Wahlkampfslogans. "Glücksforscher sagen: Wählen macht glücklich."

"Wenn man sich überhaupt nicht zur Wahl stellt, weiß man auch nicht, wie weit man gekommen wäre", begründete Karl Meier seine Kandidatur beim Treffen in Waldershof. Die etablierten Parteien hätten den Blick zu ihren Wählern verloren, bedauerte auch die dritte Bürgermeisterin und FW-Fraktionssprecherin Gisela Kastner und fügte hinzu: "Wir bieten Alternativen." Daher müsse man sich in den Bundestag einbringen. Antworten geben und dabei das Wahlprogramm der Freien Wähler im Dialog vorstellen, das war Ziel von Karl Meier in Waldershof. So sprach er sich für ortsnahe Arbeitsplätze aus; das sorge für mehr Lebensqualität. In aller Deutlichkeit forderte Meier gut bezahlte Arbeit und folgerte: "Das geht aber nicht ohne eine geförderte Anbindung ländlicher Gebiete ans schnelle Internet." Man brauche Anreize, um Betriebe halten oder ansiedeln zu können. Deutlich gestärkt werden müsse das regionale Handwerk, nicht zuletzt auch die bäuerliche Landwirtschaft. Meier: "Viele EU-Regelungen, aber auch der Fachkräftemangel machen den kleinen Betrieben schwer zu schaffen." Mit Bildungsgutscheinen für die handwerkliche Meisterausbildung zum Beispiel könne man dem Problem entgegenwirken, hob er an anderer Stelle hervor. Der Sprecher warnte vor Betriebsstilllegungen in der Landwirtschaft und fragte: "Was passiert, wenn kleine Flächen nicht mehr bewirtschaftet werden?"

Anreize schaffen

Eine einzige Arztpraxis sei für Waldershof viel zu wenig, hieß es an anderer Stelle. Mit großer Sorge verfolge man die Entwicklung der Hausärzte und das nicht nur in der Kösseinestadt. "Es müssen Anreize geschaffen werden, damit Kassenärzte besser entlohnt werden." Die in die Staatskassen fließenden Gelder müssten anders verteilt, die Fragen der Gesundheit in den Mittelpunkt gerückt werden. "Die Renten müssen anders, vor allem aber deutlich gerechter verteilt werden." Mit Sorge verfolge er die derzeitige Situation auf den Arbeitsmärkten. Gravierend nannte Meier das Ausufern der befristeten Arbeitsverträge. Missstände bei der Leiharbeit, schlecht bezahlte Minijobs und Niedriglöhne seien eine schlechte Basis für eine ausreichende Rente im Alter. "Ich möchte mich für die arbeitenden Menschen einsetzen. Wer ein Leben lang fleißig gearbeitet hat, verdient eine Netto-Rente, die deutlich über der Armutsgrenze liegt", unterstrich der Bundestagsdirektkandidat der Freien Wähler. Die Forderung der Freien Wähler: Drei Rentenpunkte mehr pro Kind für alle Mütter.

Themenschwerpunkt Energie: "Sie muss preiswert, vor allem aber bezahlbar sein", verlangte Meier auch hier weitere Förderungen. Ebenso sprach er sich auch für eine umweltfreundliche Energiegewinnung vor der Haustür aus und fügte hinzu: Die Speicherfähigkeit müsse verbessert werden. Wichtig ist Karl Meier zudem ein sicheres und vereintes Europa.

Wer ein Leben lang fleißig gearbeitet hat, verdient eine Netto-Rente, die deutlich über der Armutsgrenze liegt.Karl Meier
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