26.04.2017 - 17:32 Uhr
WaldershofOberpfalz

Stadt prüft Trägerschaft für Kinderhaus Sankt Sebastian Das Wohl der Kinder im Blick

Die Zukunft des Kinderhauses Sankt Sebastian beschäftigt nicht nur Eltern. Seit Wochen laufen in Waldershof kontroverse Diskussionen. Denn der Träger, die Josefsheimstiftung, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Nun bezieht Bürgermeisterin Friederike Sonnemann Stellung.

Erst analysieren und gründlich prüfen, dann eine kluge Entscheidung treffen: Für diese Vorgehensweise plädiert Bürgermeisterin Friederike Sonnemann, um das Kinderhaus St. Sebastian in eine gute Zukunft zu führen. Bild: fpoz
von Oswald ZintlProfil

Auf Anregung des Elternbeirates fand am Montag eine Zusammenkunft statt, an der Beschäftigte, Elternbeirat, Stadträte und Stadtpfarrer Bernd Philipp teilnahmen. Im Mittelpunkt stand ein Fragen- und Wunschkatalog des Elternbeirates, der an die Stadträte und den Stadtpfarrer verteilt wurde - für ein tragfähiges Konzept für die Zukunft des Kinderhauses Sankt Sebastian samt der Beschäftigten. Allerdings war vorher bekannt, dass Bürgermeisterin Friederike Sonnemann an diesem Montag dienstlich in München sein wird und am Treffen nicht teilnehmen kann. Die Rathauschefin hat am Mittwoch in einem Pressegespräch erneut deutlich gemacht, dass das Thema "Kinderbetreuung" kein Gegenstand von politischen Spielereien, Gerüchten und Halbwahrheiten sein dürfe. "Es steht in erster Linie das Wohl der betreuten Kinder und deren Eltern im Mittelpunkt", sagt Sonnemann. Gleichzeitig müsse allerdings jedem klar sein, dass die Trägerschaft einer Kita keine Aufgabe sei, die man so im Vorbeigehen erledigt. Diese sei mit großer Verantwortung für die Kinder und das Personal verbunden. Die Stadt sei bereits Träger eines Kindergartens, die Stadtverwaltung wisse also, was dies bedeutet.

Genauestens prüfen

Zur Situation um das Kinderhaus Sankt Sebastian stellt Friederike Sonnemann klar: "Bevor wir uns als Stadtverwaltung für eine Trägerschaft des bisherigen Stiftungs-Kindergartens aussprechen können, haben wir die Situation genauestens zu prüfen. Dazu gehört es auch, Kosten und Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen." Nach einer Bestandsaufnahme empfiehlt Sonnemann, einen Fahrplan zu entwickeln, wie das Thema Kinderbetreuung in der Kösseinestadt zukunftsträchtig organisiert werden kann. Dabei seien Sonnemann zufolge nicht nur nackte Zahlen von Bedeutung. Andererseits dürften persönliche Befindlichkeiten oder persönliche Beziehungen zwischen Beteiligten ebenso nicht die Hauptrolle spielen. "Es ist aus meiner Sicht wesentlich sinnvoller, die bisherige Struktur in allen Teilbereichen zu analysieren, verschiedenen Optionen gegenüber zu stellen und dann eine kluge Entscheidung zu treffen", resümiert Sonnemann. Mit möglichen Trägern für das Kinderhaus fanden bereits Vorgespräche statt. Dabei handelt es sich um das Rote Kreuz, die Diakonie und die Malteser.

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