29.03.2018 - 16:16 Uhr
Waldershof

Stadtrat beschließt Brandschutzmaßnahmen Aufzug kommt noch heuer

Nach kontroversen Debatten gibt es nun Konsens. Der Stadtrat schließt den Aktendeckel beim Projekt Außenaufzug an der Grundschule. Auch votieren die Räte für dringend notwendige Brandschutzmaßnahmen.

Wenn alles gut läuft, soll noch heuer im Sommer ein behindertengerechter Außenaufzug an die Jobst-vom-Brandt-Schule angebaut werden. Die notwendigen Mittel sollen im Haushalt 2018 bereitgestellt werden. Bild: hd
von Harald Dietz Kontakt Profil

In früheren Sitzungen war das Vorhaben mehrfach diskutiert worden. Auch hatte das Architekturbüro Kuchenreuther die Pläne erläutert. Am Mittwoch lieferte Ralf Köferl vom Büro Kuchenreuther weitere Informationen zu notwendigen Brandschutzmaßnahmen in der Jobst-vom-Brandt-Schule. Parallel zur energetischen Sanierung des Treppenhauses soll die Grundschule barrierefrei umgestaltet werden. Dies geschieht mittels eines behindertengerechten Außenaufzugs und einer Rampe zum Übergang in die Aula. Mit Baunebenkosten bedeutet das eine Investition von 364 000 Euro. An Einzelbeträgen listete Köferl 230 500 Euro für den Aufzug, 24 500 Euro für die Rampe und 84 500 Euro für den Brandschutz auf, wobei teilweise die Baunebenkosten noch nicht eingerechnet waren.

Christoph Haberkorn von der Stadtverwaltung nannte den Stadträten auf Nachfrage einen Fördersatz von 48 Prozent. Mario Rabenbauer (Fraktionssprecher von CSU und Wählerbund) hakte hinsichtlich der Finanzierung des Projekts nach. Dazu Bürgermeisterin Friederike Sonnemann: "Die Maßnahme wird im Haushalt 2018 eingeplant." Auch interessierte die Stadträte, wann gebaut werde. Christoph Haberkorn: "Voraussichtlich in den Sommerferien 2018." Die Stadträte beschlossen die Errichtung des behindertengerechten Außenaufzugs und einer Rampe zum Übergang in die Aula (im Einklang mit dem Brandschutz und der energetischen Sanierung des Treppenhauses) einstimmig.

Aufgehoben und dann neu beschlossen haben die Stadträte eine Lückenfüllsatzung für den Stadtteil Rodenzenreuth. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann: "Sie wird so gestaltet, dass da auch wirklich gebaut werden kann." Ja sagten die Räte zum Neubau einer Scheune mit einer Garage in Hohenhard und zum Neubau einer Produktionshalle mit Verwaltungs- und Sozialräumen in Harlachhammer. Reine Formsache war die Feststellung des Jahresabschlusses 2016 für die Wasserversorgung Waldershof. Die Bilanzsumme betrug rund 5,28 Millionen Euro, der Jahresverlust 28 418 Euro. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann kündigte an, dass in Kürze im Stadtpark W-LAN zur Verfügung stehe.

Bürgermeisterin streckt die Hand aus

"Die Feuerwehren in Waldershof haben auch 2017 hervorragende Leistung abgeliefert. Man kann das ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer nicht groß genug schätzen. Denn gerade im ländlichen Raum gibt es keine Alternative zu einer ehrenamtlichen Struktur einer Feuerwehr", ergriff Bürgermeisterin Friederike Sonnemann am Mittwoch das Wort. "Deshalb gilt unser aller Dank den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Waldershof." In den zurückliegenden Monaten habe es aber auch "atmosphärische Störungen" gegeben. "Es gab offensichtlich unterschiedliche Auffassungen über die Art und Weise, wie die Stadt Waldershof ihre Feuerwehr unterstützt." Sonnemann fuhr fort: "Ich möchte dennoch die Hand ausstrecken zu einem besseren Dialog." Sie warb für ein gutes Miteinander in diesem Jahr. "Es macht keinen Sinn, auf einer persönlichen Ebene eine Auseinandersetzung zu führen. Ich stehe für eine sachliche und bedarfsorientierte Diskussion zur Verfügung." Gerhard Greger (SPD) merkte an: "Wir wissen, was Stefan Müller für Waldershof durch seine Arbeit in der Feuerwehr leistet." Allerdings bat Greger, gegenüber der Stadt Waldershof mehr Respekt zu zeigen. Im Anschluss bestätigten die Stadträte einstimmig den in der Dienstversammlung der Waldershofer Feuerwehr gewählten Kommandanten Stefan Müller und seine Stellvertreter Johannes Herold und Lukas Neubauer. Das geschah auch beim Kommandanten der Helmbrechtser Feuerwehr, Thomas Stilp, und seinem Stellvertreter Konrad Ernstberger. (hd)

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