02.05.2017 - 20:10 Uhr
WaldershofOberpfalz

Testphase für Ferien- und Randzeiten beschlossen - Kein Konflikt mit Hort Stadt erweitert Schülerbetreuung

Der Tagesordnungspunkt hatte zunächst für großen Unmut bei Mario Rabenbauer, Fraktionssprecher der CSU/Wählerbund-Fraktion im Waldershofer Stadtrat, gesorgt: Über eine "Erweiterung des Angebots der Ferien- und Randzeitenbetreuung in der Grundschule" sollte das Gremium entscheiden.

von Autor FPHProfil

"Was ist das für eine Planung?", fragte der Sprecher. Da werde, nachdem der Haushalt für das Jahr 2017 fertig sei, wieder etwas nachgeschoben, "ohne Konzept und ohne Plan", schimpfte Rabenbauer, der kurz zuvor im Namen seiner Fraktion den Haushalt der Stadt unter anderem wegen der steigenden Ausgabepolitik abgelehnt hatte (wir berichteten). Erstens handele es sich nur um eine "moderate Summe", womit man jungen Familien helfen könne, sagte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. Und zweitens seien die Unterlagen kurzfristig von der Schule gekommen. Nachdem Kämmerer Harald Fischer versichert hatte, dass durch die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen die Ausgaben für die Betreuung haushaltstechnisch gedeckt sind, stimmte das Gremium schließlich zu.

Die Betreuung wird testweise zunächst auf ein Jahr beschränkt. Die Ferienbetreuung für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren setzt eine Mindestanzahl von 13 angemeldeten Kindern voraus. Die 130 Euro Kosten pro Kind und Woche teilen sich Eltern (75 Euro) und Stadt (55 Euro). Bei einer idealen Auslastung mit 18 Kindern würde das der Stadt für 2017 also 1980 Euro kosten. Die Betreuung übernimmt die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (Gfi). Hubert Kellner (CSU) wollte wissen, ob man hierfür auch das Büro des Erlebnispädagogen Stephan Müller, der ja auch schon in Waldershof tätig gewesen sei, gefragt habe. Die Bürgermeisterin meinte aber, dass die Gfi bereits an der Grundschule tätig sei, deshalb sei diese Wahl nahe liegend.

Die Gfi wird ab dem 1. September auch die Randzeitenbetreuung testweise an der Jobst-vom-Brandt-Schule übernehmen, also die Betreuung im Anschluss an den offenen Ganztagsunterricht. Der Kostenanteil der Stadt für 2017 beträgt laut Verwaltung 1440 Euro.

Gisela Kastner (Freie Wähler) wollte wissen, ob man mit dem Angebot in einen Konflikt mit dem Hort komme. Nein, sagte Kastners Fraktionskollegin Michaela Härtl. Der Hort sei voll belegt.

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