Wählerbund
Wechsel beim Wählerbund

Das neue Vorstandsteam des Wählerbundes Raum Waldershof. Von links, Hans Malzer, CSU/WB-Fraktionsvorsitzender Mario Rabenbauer, der dem neuen Vorsitzenden Günther Fachtan (rechts neben ihm) einen Bauhelm überreichte, Willibald Reindl und Markus Greger.
Politik
Waldershof
14.11.2017
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Die langjährige Fraktionsgemeinschaft mit der CSU will der Wählerbund Raum Waldershof fortsetzen. CSU/WB-Fraktionschef Mario Rabenbauer (Zweiter von links) überreichte dem neuen WB-Vorsitzenden Günther Fachtan (Dritter von links) zum Einstand einen Bauhelm. Mit im Bild (von links) Kassierer Hans Malzer, zweiter Vorsitzender Willibald Reindl und Beisitzer Markus Greger. Bild: kro

An der Spitze des Wählerbundes gibt es eine Veränderung. Der neue Vorsitzende bekam zum Amtsantritt einen Bauhelm. Begründung: Weil Waldershof so viele Baustellen hat.

Poppenreuth. Mehr als 20 Jahre stand Willibald Reindl an der Spitze des Wählerbundes Raum Waldershof. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Gasthaus "Grüner Baum" verzichtete er auf eine erneute Kandidatur, bleibt dem Vorstand jedoch als zweiter Vorsitzender erhalten. Neuer Vorsitzender ist Reindls Stadtratskollege Günther Fachtan, der bisher sein Stellvertreter war.

Reindl verwies auf 48 Mitglieder und zollte allen Kollegen in der Fraktionsgemeinschaft Lob für die gute Zusammenarbeit. Gerade in einer Zeit, wo man keine Mehrheit im Stadtrat habe, sei der Zusammenhalt wichtig. Erfreut war Reindl, dass CSU und Wählerbund auch ab und zu Zustimmung von den Freien Wählern bekomme. Dies zeige, dass die Vorschläge seiner Fraktion im Stadtrat nicht die schlechtesten seien. Reindl machte klar, dass 80 Prozent aller Beschlüsse im Stadtrat einstimmig seien. Bei Tagesordnungspunkten mit Diskussionsbedarf werde man auch künftig konstruktiv mitarbeiten - mit dem Ziel, trotz veränderter Mehrheiten die Kommune weiter vorwärts zu bringen. Der Wählerbund trete für die Förderung der Vereine, insbesondere der Feuerwehren und Jugendarbeit, ein. Es seien neue Baugebiete ausgewiesen worden, doch Ziel müsse der sorgsame Umgang mit Bauland sein. Wichtiger sei, Baulücken zu schließen. Zudem müsse man sich mit manchem Leerstand in der Stadt beschäftigen.

Kritik übte er am Straßennetz, dessen Zustand besonders in den Dörfern zum Teil verheerend sei. Als Beispiele nannte er einige Straßen wie in Schafbruck, die zum Marktredwitzer Haus und zur Gemeindegrenze Pullenreuth. Im vergangenen Jahr sei keine einzige Gemeindestraße saniert worden. Zwei Abschnitte im Bereich Helmbrechts und ein Teil der Mitterteicher Straße sollten eine Deckensanierung erhalten, "doch dies ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Für unsere Straßen müssen wir in den nächsten Jahren noch viel Geld in die Hand nehmen."

Problemlose Wahlen

Die Neuwahlen verliefen problemlos. Günther Fachtan wird den Wählerbund in den nächsten drei Jahren leiten, sein Stellvertreter ist Willibald Reindl. Zum neuen Schriftführer wurde Jonas Greger gewählt, Hans Malzer bleibt Kassierer. Zu Beisitzern wurden Theo Pickert und Markus Greger gewählt, zu Kassenprüfern Reinhard Glatz und Matthias Scharf. In seinem Grußwort sagte der Vorsitzende der CSU/WB-Stadtratsfraktion, Mario Rabenbauer, dass in Waldershof viele kommunalpolitische Baustellen zu meistern seien. Seine Fraktion bekennte sich klar zum Kindergartenstandort Poppenreuth. Die Situation sei für Kindergarten und Feuerwehr unbefriedigend. Der Kindergarten brauche ein neues Gebäude.

Die Fraktion habe auch deshalb gegen den geplanten Waldkindergarten gestimmt, weil der Betrieb der beiden bestehenden Kindergärten absoluten Vorrang haben müsse. "Erst wenn die bestehenden Hausaufgaben erledigt sind, kann man was Neues anfangen", sagte Rabenbauer. Kritik übte er am Versuch der Bürgermeisterin und der SPD-Fraktion, die Krippengebühren anzugleichen: "Was nicht gleich ist, kann nicht gleich gemacht werden." CSU/WB und die Freien Wähler hätten dies letztlich verhindert.

Gemeinsames Vorgehen

"Es gibt in Waldershof einfach sehr viele Baustellen", nahm Rabenbauer zu weiteren Themen Stellung. Im Namen der CSU/WB-Fraktion bot er gemeinsames Handeln im Stadtrat an, "denn wir müssen mit unserer Stadt und den Ortsteilen noch sehr weit gehen". Als Motto empfahl er einen Spruch aus Afrika: "Wenn du schnell gehen willst, geh alleine. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam."

Für unsere Straßen müssen wir in den nächsten Jahren noch viel Geld in die Hand nehmen.Willibald Reindl
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