11.10.2017 - 16:46 Uhr
WaldershofOberpfalz

Einweihung der neuen Waldershofer Sporthalle Jetzt noch mehr Spaß am Sport

Die Stadt Waldershof weiht ihre neue Sporthalle ein. Die Kosten liegen mit 2,6 Millionen Euro deutlich unter dem Richtwert der Regierung.

Am Schluss seiner Ausführungen überreichte Architekt Peter Hilgarth (rechts) symbolisch einen Schlüssel für die neue Sporthalle an Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (links), die ihn gleich an Schulleiterin Petra Andritzky weitergab. Bild: fpoz
von Oswald ZintlProfil

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann freute sich am Dienstag in der festlich geschmückten neuen Sporthalle über zahlreiche Gäste aus der heimischen Wirtschaft, Vereinsvertreter, Stadträte sowie Ehrengäste, darunter Landrat Wolfgang Lippert und Schulamtsdirektor Rudolf Kunz. Für einen perfekten Rahmen sorgten die Kinder der Jobst-vom-Brandt-Schule und die Combo Falkenberg.

Die Bürgermeisterin stellte zu Beginn ihrer Ausführungen klar heraus: "Mit dem heutigen Tag hat das sportliche Leben in Waldershof im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Fundament bekommen." Die Sporthalle sei vollendet und biete Schulen wie Vereinen einen neue sportliche Heimat. Trotz einer angespannten Haushaltslage fasste der Stadtrat 2015 den Beschluss, die neue Turnhalle zu errichten. "Die Baukosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro stellen zweifelsohne eine beträchtliche Summe dar, aber Investitionen in Sport sind immer eine lohnende Sache", sagte Sonnemann. Die neue Sporthalle erhöhe nicht nur das Freizeitangebot und verbessere die Trainingsbedingungen für die sportlichen Talente, sie trage auch dazu bei, dass Waldershof als Lebensmittelpunkt für junge Menschen und Familien noch attraktiver werde. Landrat Wolfgang Lippert bezeichnete die neue Sporthalle als funktionell und schön. Sie biete vielen Menschen einen sportlichen Einstieg und eine ideale Plattform für die örtlichen Vereine. Abschließend stellte Lippert fest, dass die Sporthalle zudem - die Einweihungsfeier sei ein Paradebeispiel dafür - bestens für gesellschaftliche Veranstaltungen geeignet sei. An Rektorin Petra Andritzky überreichte der Landrat eine Spende in Höhe von 1000 Euro. Architekt Peter Hilgarth hob hervor, dass Architektur immer auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen und Funktionsabläufe berücksichtigen, Schutz vor äußeren Einflüssen bieten und stabil allen Stürmen trotzen müsse. Ein weiteres Ziel war es, ein wirtschaftliches aber auch in jeder Hinsicht energieeffizientes Gebäude nach den aktuellen Standards und Vorschriften zu verwirklichen. Auf einer Gesamtnutzfläche von 1001 Quadratmetern wurde die Sporthalle mit den lichten Abmessungen von 19 mal 32 Metern gebaut. Mittels Sporthallen-Trennvorhang können daraus zwei Kleinsporthallen entstehen. Stolz ist Peter Hilgarth darauf, dass der Kostenrahmen von 2,6 Millionen Euro eingehalten wurde. Er wies darauf hin, dass eine vergleichbare Sporthalle zur Zeit durch die Regierung mit einem Kostenrichtwert von 2,8 Millionen Euro angesetzt werde. Außer dem Architekturbüro Hilgarth waren vier Fachplaner und Sachverständige sowie 27 Handwerksbetriebe am Bau beteiligt. "Gemeinsam haben wir jedes Problem gelöst und ein Schmuckstück für die Schulkinder, Vereine und die gesamte Bevölkerung geschaffen", war Hilgarth überzeugt. Zum Schluss seiner Ausführungen überreichte er einen symbolischen Schlüssel an Bürgermeisterin Friederike Sonnemann und 20 Futsal-Bälle an die Schulleitung. Schulleiterin Petra Andritzky erinnerte an den eingeschränkten Schulsport in der alten Halle. Sie freut sich mit den Kindern und den Lehrkräften darauf, wieder mit Spaß Sport zu betreiben. Dank sagte sie an Elternbeirat, Schüler, Lehrer und Mitarbeiter des Bauhofes, die zum Schuljahresende 2015 den alten Gebäudetrakt ausgeräumt und entrümpelt sowie den Umzug ins Grundschulgebäude gestemmt haben. Petra Andritzky: "Wir als Schulfamilie sind glücklich, dass die neue Sporthalle realisiert wurde und danken dafür der Stadt Waldershof mit allen Entscheidungsträgern."

Bürgerbegehren

Mit der Feier am Dienstagabend hat die "unendliche Geschichte" zur Realisierung der neuen Waldershofer Sporthalle ein "Happy End" gefunden. Die Vorgeschichte ist noch vielen Bürgern in Erinnerung. Über zwei Jahrzehnte hinweg wurden die unterschiedlichsten Möglichkeiten diskutiert und ausgelotet. Wegen fehlender Finanzmittel der Stadt musste diese Investition immer wieder vertagt werden. Richtungsweisend für die aktuelle Lösung war zum einen das Bürgerbegehren im Jahr 2012 gegen den Bau einer Einfach-Turnhalle, das federführend von den beiden Sportvereinen TSV Waldershof und SV Poppenreuth mit einer Unterschriftenaktion betrieben wurde; und zum anderen eine Informationsveranstaltung der damaligen Bürgermeisterkandidatin Friederike Sonnemann im Dezember 2013, bei der Architekt Ulrich Ahlert - Senior-Chef der KSG Kommunale Sporthallen GmbH aus dem westfälischen Hürth - das Konzept einer Niedrigenergie-Halle mit den Maßen 18 mal 36 Meter vorstellte und die Kosten dafür mit etwa drei Millionen Euro bezifferte. Nicht nachvollziehen konnte Hürth damals die Kostenansage von 6,5 Millionen Euro, die in der Bürgerversammlung im Juli 2012 genannt worden war. (fpoz)

Mit dem heutigen Tag hat das sportliche Leben in Waldershof im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Fundament bekommen.Bürgermeisterin Friederike Sonnemann

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