06.03.2018 - 16:34 Uhr
Waldershof

Feuerwehr Schurbach zieht Bilanz Wochentags drohen Engpässe

Die Ortsfeuerwehr Schurbach kann im Idealfall auf 23 Aktive zurückgreifen. Wochentags gibt es aber personelle Engpässe. Ein Thema, das die Verantwortlichen in der Jahresversammlung nicht aussparen.

Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Schurbach gab es Auszeichnungen für 40 Jahre aktiven Dienst. Im Bild von links Kreisbrandmeister Günther Fachtan, zweiter Bürgermeister Karl Busch, Heribert Hecht, Bernhard Ponnath, Vorsitzender Markus Kuchenreuther, Martin Popp, Kommandant Albert Popp, Bernd Hertel und der Waldershofer Kommandant Stefan Müller. Bild: fpoz
von Oswald ZintlProfil

Schurbach. Die Auszeichnung für langjährigen aktiven Dienst stand im Mittelpunkt der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am Wochenende. Vorsitzender Markus Kuchenreuther und Kommandant Albert Popp überreichten für 40 Jahre aktiven Dienst einen Erinnerungsstein aus Kösseine-Granit mit persönlicher Inschrift an Heribert Hecht, Bernd Hertel, Bernhard Ponnath, Martin Popp und Gerhard Kuchenreuther. Die Schurbacher Wehr zählt 23 Aktive, einen Jugendlichen und 15 passive Mitglieder. Kommandant Albert Popp erinnerte in seinem Bericht an zwölf Übungen und Unterrichte im zurückliegenden Jahr und appellierte an die Aktiven, auch zukünftig konsequent an den Unterrichten und Übungen teilzunehmen. Die Aktiven wurden zu vier Einsätzen gerufen und übernahmen Absperrungen und Verkehrsregelungen. Bei einer Alarmierung "Baum über einer Straße" konnte nur ein Schurbacher ausrücken. Da der Aktive auch Mitglied in der Ebnather Wehr ist, ging er mit dieser in den Einsatz. Albert Popp machte anhand dieses Beispiels deutlich, wie wichtig die Vernetzung mit den übrigen Ortsfeuerwehren und Wehren aus angrenzenden Ortschaften ist. Dank sagte er an alle Aktiven für ihre Bereitschaft zum Einsatz und zum Üben. Vorsitzender Markus Kuchenreuther erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht an die zahlreichen gesellschaftlichen Aktivitäten und den Vereinsausflug nach Prag. Ein Höhepunkt war das traditionelle Gartenfest an Christi Himmelfahrt, das auch die Vereinskasse füllte. Kuchenreuthers Blick galt der Versammlung im nächsten Jahr mit Neuwahlen. Er appellierte an die jüngeren Mitglieder, dort Verantwortung zu übernehmen. Kreisbrandmeister Günther Fachtan erinnerte an die Rauchmelderpflicht, die seit dem 1. Januar in Kraft ist und ergänzte, dass es nur wenige Atemzüge brauche, bis es zu einer tödlichen Rauchvergiftung kommen kann. Ausdrücklich lobte Fachtan die Zusammenarbeit der Schurbacher mit der Stützpunktwehr und den übrigen Ortswehren. Kommandant Stefan Müller von der Stützpunktwehr Waldershof verwies darauf, dass der Stadt durch Neu- und Ersatzanschaffungen zwar hohe Kosten entstehen, dies aber auf eine Nutzungsdauer von 25 Jahren und die Zahl der Einwohner umgerechnet - bezogen auf das neue LF 20 - nur Cent-Beträge pro Kopf ergebe. "Mit einer guten Ausrüstung ist eine schnelle Hilfe im Notfall gewährleistet", ergänzte Müller und machte deutlich, dass gerade die kleinen Feuerwehren mit ihren Ortskenntnissen einen wichtigen Beitrag im Ernstfall leisten.

Zweiter Bürgermeister Karl Busch hob hervor: "Euch zu danken, ist keine Pflicht, sondern kommt von ganzem Herzen und aus tiefer innerer Überzeugung." Auch künftig würden die Stadt und der Stadtrat die ehrenamtliche Arbeit anerkennen und finanzielle Mittel für Ausrüstung und Ausbildung bereitstellen.

Euch zu danken, ist keine Pflicht, sondern kommt von ganzem Herzen und aus tiefer innerer Überzeugung.Zweiter Bürgermeister Karl Busch

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