Frauen sollen politische Mandate anstreben
Politik nicht Männern überlassen

Das neue Führungsteam der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Kreisverband Tirschenreuth (von links) Simone König, Edeltraud Frank, Christine Trenner, die bisherige Vorsitzende Sybille Bayer und Katrin Hüttner mit der Waldershofer Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. Bild: fpoz
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Waldershof
01.08.2017
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Bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen ermutigt Bürgermeisterin Friederike Sonnemann die Damen, politische Mandate anzustreben. Einen Wechsel gibt es in der Führung des Kreisverbandes.

Nach zwölf Jahren trat Sybille Bayer nicht mehr als Vorsitzende an. Die Arbeitsgemeinschaft (AsF) wählte einstimmig Christine Trenner zur Nachfolgerin. In ihrem letzten Rechenschaftsbericht erinnerte Bayer daran, dass bei den SPD-Mitgliedern im Kreisverband der Frauenanteil bei etwa 30 Prozent liegt. Die Arbeitsgemeinschaft setze sich seit Jahren für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Partei und in der Gesellschaft ein.

Sybille Bayer erinnerte an die Internationalen Frauentage in Tirschenreuth und Neusorg, an das "Benefiz-Kaffeekranzl" und den Besuch bei der Holzofenbäckerei Schmidt in Kulmain. Mit Spenden unterstützte die AsF unter anderem den Verein Sonnenblick Nordoberpfalz, den Kinderschutzbund Kemnath, den Kindergarten in Premenreuth, das Frauenhaus Weiden, das Kinderhaus Sankt Josef und die Familienhilfe der katholischen Kirche in Neusorg.

Bezirksvorsitzende Brigitte Scharf machte deutlich, dass Politik eine viel zu ernste Sache sei, um sie alleine den Männern zu überlassen. Sie hoffte, dass zukünftig noch mehr Frauen politische Mandate anstreben. Unter der Überschrift "Drei Jahre Bürgermeisterin" gab Friederike Sonnemann einen Einblick in ihre Arbeit. Für sie steht fest: "Frauen haben es schwerer, sich durchzusetzen. Wir müssen 100 Prozent vorleben, um akzeptiert zu werden."

Das Waldershofer Stadtoberhaupt machte deutlich, dass mit guten Ideen und einem guten Draht vom Rathaus zu den Bürgern viel erreicht werden könne. Als Beispiele nannte Sonnemann unter anderem das Reparatur-Café, den Leseclub, das Nachbarschaftshilfebüro und den neuen Waldkindergarten. Auch die Neugestaltung des Stadtparkes, die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete würden helfen, dass die Stadt attraktiv für alle Generationen bleibe. Für Sonnemann war die Förderung von bürgerlichem und ehrenamtlichem Engagement in allen Bereichen wichtig. "Kinder, Jugendliche, junge Familien und die Senioren müssen die Heimat spüren, dafür werbe ich auch in Zukunft."

Bei den Neuwahlen gab es folgendes Ergebnis: Vorsitzende ist Christine Trenner (Erbendorf), Stellvertreterinnen sind Edeltraud Frank (Reuth), Katrin Hüttner (Plößberg) und Simone König (Neusorg), Schriftführerin ist Elisabeth Schreyer (Erbendorf). Als Beisitzer wurden Sybille Bayer (Kulmain), Lotte Bertelshofer (Neusorg), Nicole Fürst (Fuchsmühl), Waltraud Gmeiner (Erbendorf), Waltraud König (Neusorg), Irene Meinzinger (Reuth), Karin Neugirg (Reuth), Brigitte Scharf (Erbendorf), Christa Schraml (Erbendorf), Manuela Wienand (Tirschenreuth), Herta Zwack (Reuth) und Doris Gredinger (Erbendorf) gewählt.

Die neue Vorsitzende bedankte sich bei Minni Weiß aus Fuchsmühl für ihre jahrzehntelange Mitarbeit im Kreisverband, wünschte viel Gesundheit und Schaffenskraft.
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