Karl Busch übergibt an Trio

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Waldershof
04.02.2018
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Aus gesundheitlichen Gründen gibt der Seniorenbeauftragte des Stadtrates nach knapp zehn Jahren sein Amt ab. Altbürgermeister Hubert Kellner hält die Laudatio.

Die Senioren bleiben nach dem Rückzug von Karl Busch nicht im Regen stehen. Bei der Verabschiedung am Freitagabend beim "Wirt" in Poppenreuth stellte sich das Trio, das die Arbeit von Karl Busch fortführen wird, den zahlreichen Gästen vor. Carmen Altermann, Raimund Rauch und Gerhard Weber sind die neuen Seniorenbeauftragten der Stadt (wir berichteten).

Raimund Rauch freute sich über den passenden Rahmen mit vielen Ehrengästen und Senioren, um Karl Busch in den Teil-Ruhestand zu schicken. Der Freie Wähler wird als Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister weiterarbeiten. Altbürgermeister Hubert Kellner würdigte die Verdienste von Karl Busch als Seniorenbeauftragter und fand den treffenden Einstieg mit dem Hinweis auf den Tag der Veranstaltung: An Lichtmess galt es früher im bäuerlichen Jahresablauf, dass die Dienstboten neben ihrem Jahreslohn auch das Dienstbüchlein ausgehändigt bekamen, in dem ihre Leistungen dokumentiert waren: "Für Karl Busch würde es da ein ganz schön dickes Dienstbüchlein geben."

Kellner erinnerte an die Besetzung des Ehrenamtes im November 2008. Vor gut 70 Gästen stellte Busch am 9. Januar 2009 im Pfarrheim seine Pläne für die Seniorenarbeit vor, die er unter das Motto stellte: "Aktiv bleiben im Alter - wer rastet, der rostet!" Als oberstes Ziel formulierte der Seniorenbeauftragte, den älteren Menschen zu helfen und kleine Freuden zu bereiten. Daraus entwickelte sich ein Angebot, das vom Gedächtnistraining über Seniorengymnastik, Tagesfahrten und Vorträge bis hin zur regelmäßigen Sprechstunde für Senioren reichte.

In jüngster Zeit organisierte Busch einen ehrenamtlichen Chauffeurdienst, um die Mobilität von älteren Menschen zu gewährleisten. Kellner erinnerte daran, dass die Senioren nicht nur aus Waldershof froh über diese Art der Betreuung gewesen seien. Die Arbeit von Karl Busch habe auch in den Landkreis ausgestrahlt und dort Nachahmer gefunden.

"Letztendlich wollen wir unsere Kommune für alle Bürger lebenswert und interessant gestalten, insbesondere für die älteren Menschen. Danke und Vergelt's Gott, Karl, für deine einmalige Seniorenarbeit", sagte Hubert Kellner. Die Fußstapfen des Vorgängers seien groß, wandte sich der Altbürgermeister an das Nachfolge-Trio. "Doch gemeinsam ist vieles zu schaffen, da habe ich keine Zweifel. Ich wünsche euch viel Erfolg, konstruktive Rückmeldungen und eine gute Zusammenarbeit."

Im Namen der Waldershofer Senioren dankte Barbara Ernstberger Karl Busch für unermüdlichen Einsatz und tolle Ideen. Dritte Bürgermeisterin Gisela Kastner bezeichnete Karl Busch als Glücksfall für die Senioren und dankte für jahrelanges Engagement, in dem die Begeisterung nie nachgelassen habe. Die Nachfolger müssten seine Fußstapfen nicht identisch ausfüllen, sondern ihren eigenen Weg gehen. Die Fraktionssprecherin der Freien Wähler, Michaela Härtl, dankte dem scheidenden Seniorenbeauftragten für etwa 800 Veranstaltungen, die mit viel Herz und Akribie geplant wurden. Das sei ein Rekord für die Ewigkeit. "Deine Senioren sind und bleiben deine Fans", sagte Härtl. Angela Burger von der CSU brachte die Arbeit kurz und bündig auf einen Nenner: "Was du auf die Beine gestellt hast, ist phänomenal." Und Gerhard Greger von der SPD ergänzte: "Karl, absoluten Respekt für deine Arbeit. Wenn du was gemacht hast, war der Saal oder der Bus voll."

Lob kam auch von der Fachstelle für Senioren am Landratsamt Tirschenreuth. Wolfgang Fenzl dankte Karl Busch für sein engagiertes Mitstreiten. Der scheidende Seniorenbeauftragte schließlich bedankte sich für das viele Lob und die guten Wünsche. "Ich habe es gerne gemacht, aber jetzt ist die Zeit da, auf meine Gesundheit Rücksicht zu nehmen." Zum Abschluss erinnerte Fridebert Greger mit Filmen an zurückliegenden Ausflüge und Veranstaltungen. Raimund Rauch erinnerte daran, dass bereits am Dienstag, 6. Februar, von 9.30 bis 11 Uhr die Seniorensprechstunde mit Carmen Altermann im Rathaus stattfindet. Der nächste Sibyllenbad-Besuch steht am 14. Februar auf dem Programm.

Danke und Vergelt's Gott für deine einmalige Seniorenarbeit.Altbürgermeister Hubert Kellner
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