28.02.2018 - 20:10 Uhr
Waldershof

Kindergarten in der freien Natur läuft auch bei minus 17 Grad - Schnupperwoche bis Freitag "Waldfüchse" trotzen der Kälte

Die Kleinen im Waldkindergrten "Fuchsbau" haben auch bei klirrender Kälte sehr viel Spaß. Und sie entdecken jeden Tag etwas Neues.

Keine Langeweile kennen die Kinder des Waldkindergartens Fuchsbau. Auch bei zweistelligen Minusgraden macht ihnen das Balancieren viel Freude. Noch bis Freitag läuft die Schnupper- und Anmeldewoche. Bild: fpoz
von Oswald ZintlProfil

Das Thermometer zeigt am Dienstagvormittag 17 Grad unter Null an. Auf dem Platz neben dem Indianer-Tipi brennt ein kleines Lagerfeuer in einem ausgedienten Fass. Die sechs kleinen "Waldfüchse" sind warm mit Mütze, Schal und Handschuhen eingepackt - und ständig in Bewegung. Die Kälte ist ihnen nur an den roten Wangen anzusehen. Während eine kleine Gruppe auf einem Baumstamm balanciert und anschließend mehrfach über einen Erdhaufen nach unten rutscht, hilft ein anderer Junge dem Erzieher Bastian Peetz beim Holzholen hinter dem Indianer-Tipi.

Neben den drei Verantwortlichen des Waldkindergartens verbringen an manchen Tagen auch Eltern den Vormittag mit im Fuchsbau. Zum Tagesablauf gehört auch das gemeinsame Essen, das je nach Witterung im Freien, im Tipi oder in der Unterkunftshütte serviert wird.

Am Dienstag steht auch Marmeladekochen auf dem Programm. Während Sabine Reindl, die Leiterin des Waldkindergartens, Gäste über das Gelände führt und die zahlreichen Vorzüge der Betreuung in der freien Natur erklärt, werden in der Unterstellhütte Äpfel für frische Marmelade geschnitten. Und natürlich schnappen sich die "Waldfüchse" dabei immer wieder ein Stück. Im weitläufigen Areal rund um den "Fuchsbau" gibt es immer wieder Neues zu entdecken. "Von der Wetterstation aus können die Kinder weit über das Land sehen und beobachten das Spiel der Wolken", sagt Sabine Reindl. In den zurückliegenden Winterwochen war oft Malen im Schnee angesagt, und die Kinder stampften ein Schneckenhaus in die weiße Pracht.

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