19.02.2018 - 20:00 Uhr
Waldershof

Rück- und Ausblick beim Sportverein Poppenreuth Sportheim-Anbau hat Priorität

Die Verantwortlichen des Sportvereins Poppenreuth sind nicht für Schnellschüsse zu haben. Sie überlegen genau, wo gespart werden kann. Der Sportheim-Anbau hat weiter Priorität. Das Projekt soll nun aber mit einer reduzierten Investitionssumme von unter 250 000 Euro angegangen werden.

von Oswald ZintlProfil

Poppenreuth. Bereits vor einem Jahr war die Planung des Sportheim-Anbaus Thema. Damals gingen die Verantwortlichen von einer Investitionssumme von 300 000 Euro aus. Daran erinnerte am Sonntagnachmittag Vorsitzender Heribert Pickert in der Jahreshauptversammlung. In den zurückliegenden zwölf Monaten wurden neue Ideen eingebracht "und uns gingen immer wieder neue Lichter auf", so Pickert. In den nächsten Tagen werde ein neuer Plan zur Genehmigung eingereicht. Die aktuelle Kostenrechnung mit 250 000 Euro richte sich an den Vorgaben des BLSV aus, der dafür "einfachere Zuschuss-Möglichkeiten" vorsieht. Nachdem die Darlehen aus dem Sportplatzbau in diesem Jahr auslaufen, ist die Vereinsführung überzeugt, dass das neue Projekt gestemmt werden kann. Zur sportlichen Situation der ersten Mannschaft in der Bezirksliga merkte Pickert an, dass es nicht leicht werde, die Kurve zu kriegen und damit den Klassenerhalt zu schaffen. Vor dem Beginn der neuen Serie verließen insgesamt acht Spieler (darunter David Sladecek, Jiri Prochazka, Lukas Komberec und Martin Polom, vier erfahrene Spieler, die zusammen 33 Tore erzielt hatten) den Verein. Mit vielen jungen Talenten aus Tschechien sollte der Aderlass kompensiert werden. Spielertrainer Vaclav Peroutka und die Vereinsführung besorgten den neuen Hoffnungsträgern Wohnungen und Arbeitsplätze. Trotz dieser Rahmenbedingungen gelang die Integration nur zum Teil und die gut ausgebildeten Fußballer zog es in der Winterpause vom "Heimweh geplagt" wieder zu ihren Familien und Freunden, informierte Heribert Pickert. Erfreulich sei die Rückkehr von Lukas Komberec, der die Torflaute beenden soll. Weitere Neuzugänge sind angedacht.

In diesem Zusammenhang dankte Pickert Spielertrainer Vaclav Peroutka für seine Arbeit: "Enzo ist ein absoluter Glücksfall für uns. Neben einem fundierten Training kümmert er sich um seine Spieler und öffnet dafür Türen bei Arbeitgebern und Sponsoren." Zur zweiten Mannschaft merkte der Vorsitzende an, dass diese bei Andreas Pirner in guten Händen sei und sportlich Fortschritte mache.

Neuer Rasentraktor

Außerordentliche finanzielle Belastungen blieben 2017 nicht aus. Es mussten notwendige Arbeiten im Bereich der Gastronomie, der Flutlichtstrahler, der Rasenplätze und am vom Verein genutzten Auto vorgenommen werden. Die Hoffnung, den alten Rasentraktor wieder flott zu bekommen, erfüllte sich nicht und machte eine Neuanschaffung notwendig. Für Reparaturversuche und die Neuanschaffung mussten knapp 19 000 Euro aufgewendet werden. In diesem Zusammenhang merkte der Vorsitzende an, dass er sich für die Neuanschaffung einen höheren Zuschuss der Stadt erwartet hätte; er sei aber trotzdem zufrieden. Dank sagte Pickert in diesem Zusammenhang an viele private Sponsoren für ihre Unterstützung und hoffte, dass das neue Gerät die nächsten 20 Jahre hält. Der Sportverein Poppenreuth sei allen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen. "Möglich war und ist dies aber nur durch zusätzliches Engagement und Arbeitseinsätze vieler ehrenamtlicher Helfer."

Weg frei für Investition

Kassier Werner Seitz präsentierte die Jahresrechnung 2017 und verkündete zufrieden, dass der Sportverein seit 1997 seine in Anspruch genommenen Darlehen - ausgenommen ein langfristiges Darlehen vom BLSV - in Höhe von etwa 160 000 Euro im Laufe dieses Jahres auf null stellen werde. Auch Seitz ist überzeugt, dass damit der Weg frei ist für die Sportheim-Anbau-Investition. Spielleiter Reinhard Glatz und Andreas Pirner gingen in ihren Berichten detailliert auf die sportliche Situation der beiden Herrenmannschaften und den Nachwuchsbereich ein.

Enzo ist ein absoluter Glücksfall für uns.Heribert Pickert
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