04.03.2018 - 15:18 Uhr
Waldershof

Stefan Müller kritisiert Stadt Waldershof Kommandant fordert mehr Wertschätzung

Kommandant Stefan Müller ist für seine kritischen, manchmal sarkastischen Worte bekannt. Den Mund lässt er sich nicht verbieten. Deutlich wurde dies wieder bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Waldershof. "Wenn uns jemand das Weißwurstessen lernen will, der wird doch auch mit einem in Bayern üblichen lockeren Sprachgebrauch umgehen können", sagte Müller mit Ziel Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. In Anspielung auf die Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr meinte Stefan Müller: "Es hilft nichts, wenn man den Kommandanten ins Rathaus kommen lässt und ihm die Order gibt, ja nichts Falsches zu sagen, weil das sonst Konsequenzen für ihn haben wird."

Kommandant Stefan Müller (Bild) machte erneut deutlich, dass die Arbeit der Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Kommune ist. Sie habe dafür zu sorgen, dass die Sicherheit der Brandschützer jederzeit gewährleistet ist.
von Josef RosnerProfil

Müller machte deutlich, dass es seine Aufgabe sei, dass die Feuerwehr funktioniert. "Und wenn sich diese in einer Notlage befindet, ist es meine Aufgabe, der Wehr die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, so wie es im Feuerwehrgesetz festgelegt ist. Selbstverständlich gehört es auch zu meinen Pflichtaufgaben, für die bestmögliche Sicherheit der Feuerwehrdienstleistenden zu sorgen." Stefan Müller hob hervor, dass dies nicht nur seine Aufgabe sei, sondern auch die der Stadt Waldershof. "Wenn ich also auf Missstände hinweise, ist das keine Willkür des Kommandanten, sondern meine Pflicht. Die Stadt ist verpflichtet, Gefahren schnellstmöglich auf ein akzeptables Maß zu reduzieren." Müller betonte: "Wir von der Feuerwehr löschen, retten, bergen und schützen jeden, der in Not gerät. Wir sind nicht irgendein Verein, sondern wir erfüllen die Pflichtaufgabe der Stadt, entsprechend dem Feuerwehrgesetz." Der Kommandant nannte es selbstverständlich, dass es für Freiwillige, die sich in ihrer Freizeit nicht unerheblichen Gefahren aussetzen, die bestmöglichen Bedingungen geben muss. "Was diesbezüglich in Waldershof abläuft, hat mit Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr wenig zu tun." Er habe bei Führungslehrgängen nicht geschlafen, "sondern ich habe gelernt, klare und präzise Anweisungen zu geben". Weiteres Thema war der Gerätehausanbau. Es sei unumstritten, dass das Gerätehaus nicht mehr den geforderten Vorgaben entspreche, so Müller. Derzeit laufe eine Variantenuntersuchung, über die der Stadtrat dann zu entscheiden habe. Laut Müller gebe es Gespräche zur Erweiterung des Gerätehauses seit 2012, "nur getan hat sich seitdem nicht viel". Müller fragte: "Wie lange soll dieser untragbare Zustand eigentlich noch anhalten?" Auf den Ausbau der Walbenreuther Straße wollte Müller nicht näher eingehen, nur soviel: "Gott sei Dank ist alles gut gegangen."

Wenn ich auf Missstände hinweise, ist das keine Willkür, sondern meine Pflicht.Kommandant Stefan Müller

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp