11.04.2018 - 16:56 Uhr
WaldershofOberpfalz

Vortrag über das Pflegestärkungsgesetz Recht auf Widerspruch

Das zweite Pflegestärkungsgesetz wirft noch immer viele Fragen auf. Besonders bei betroffenen Angehörigen besteht seit der Novellierung Informationsbedarf. Antworten liefert Ingrid Kraus bei einem Vortrag im Senioren-Servicehaus in Waldershof.

Die Mitarbeiterin des MDK, Ingrid Kraus, stand für Auskünfte und Fragen am frühen Abend gerne zur Verfügung. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Ingrid Kraus vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen folgte einer Einladung der Leitung des Senioren-Servicehauses und des Heimbeirats unter dem Vorsitz von Angela Burger. Das Thema Pflegestärkungsgesetz mit den Schwerpunkten Pflegebegutachtung, Pflegegrade und Leistungen wurde in der Cafeteria der Senioreneinrichtung erörtert. Das Interesse war enorm.

Schon während des Vortrags gab es zahlreiche Fragen. "Sie haben bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag auf Leistungen gestellt?", fragte die Referentin, die sogleich darauf feststellte: "Aus diesem Grund wird der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen beauftragt ein Gutachten zu erstellen." Der MDK sei ein unabhängiger Beratungs- und Gutachterdienst, der die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen bei entsprechenden Fragen unterstütze.

Kraus informierte insbesondere über den Ablauf der Begutachtung: Wo findet sie statt und wie läuft sie ab? Die Referentin äußerte sich auch zu Fragen wie: Was ist während der Begutachtung zu beachten? Mit Blick auf die Rechts- und Widerspruchslage erläuterte sie, wie es danach weitergehe und was ist zu tun ist, wenn man mit dem Begutachtungsergebnis nicht einverstanden sei. Detailliert wurden von der Referentin auch die einzelnen Pflegegrade erläutert, die die Pflegestufen seit Inkrafttreten der Änderung im Jahr 2017 ersetzen. Ingrid Kraus fasste zusammen: Die Neuordnung biete deutliche Vorteile. Vorgestellt wurden auch die zu erwartenden Leistungen. Mögliche Ungerechtigkeiten bei Grenzfällen könne aber die Neuregelung nicht völlig ausschließen, fasste die Referentin nach gut einer Stunde zusammen.

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