Wildparker gefährden Einsätze

Langjährige Mitglieder ehrte die Feuerwehr Poppenreuth. Unser Bild zeigt von links Vorsitzenden Markus Schultes, Siegfried Reuschl, Alfred Käs, Kommandant Richard Wegmann, Thomas Schimmel und zweiten Bürgermeister Karl Busch. Hinten Manuel Fachtan und Matthias Scharf, die zu Löschmeistern befördert wurden. Bild: kro
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Waldershof
08.01.2017
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Die Rückschau verband Markus Schultes, Vorsitzender der Feuerwehr Poppenreuth, mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung, die Verbotsschilder beim Feuerwehrhaus zu beachten. Die Wildparkerei müsse ein Ende haben, zumal damit der Feuerwehrdienst massiv behindert werde.

Poppenreuth. 45 Mal musste die Feuerwehr Poppenreuth im vergangenen Jahr ausrücken, berichtete erster Kommandant Richard Wegmann in der ausgezeichnet besuchten Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag im Feuerwehrhaus. Es gab 26 technische Hilfeleistungen. Acht Mal wurde die Wehr zu kleineren Bränden gerufen. Aktuell hat die Poppenreuther Wehr 23 Aktive und neun jugendliche Anwärter.

Vorsitzender Markus Schultes bezifferte den aktuellen Mitgliederstand mit 90. Er erinnerte an eine Winterwanderung nach Rodenzenreuth, das Kaffeekränzchen am Faschingssonntag, das Maibaumaufstellen und das Gartenfest an Fronleichnam. Der Vereinsausflug führte nach Landshut. Dort kam es auch zu einem Small Talk mit Ministerpräsident Horst Seehofer. Höhepunkt war im Herbst die Feier des 130-jährigen Bestehens. Leider habe das Wetter nicht ganz mitgespielt; so muste unter anderem der Kirchenzug wegen starken Regens abgesagt werden. Detailliert und umfassend war der Bericht von Kommandant Richard Wegmann. Neben den Einsätzen galt es auch eine Reihe von Übungen und Unterrichten zu absolvieren. Zudem wurden zwei Leistungsprüfungen gehalten. Wegmann beförderte Lukas Hamann, Gernot Schürhoff, Christopher Nettles und Philipp Schultes zu Feuerwehrmännern. Manuel Fachtan und Matthias Scharf wurden zu Löschmeistern, Thomas Schimmel zum Oberlöschmeister ernannt. Zweiter Kommandant und Jugendwart Thomas Schimmel verwies auf ein ereignisreiches und abwechslungsreiches Jahr für die Jugendlichen mit zahlreichen Ausbildungsmaßnahmen. Höhepunkte waren eine 24-Stunden-Schicht, ein Jugendleistungsmarsch, eine Leistungsprüfung, ein Wissenstest und ein Funklehrgang. Auch in diesem Jahr stehen für die neun Feuerwehranwärter wieder Übungen und Unterrichte auf dem Programm. Schimmel abschließend: "In der heutigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, dass 12- bis 18-Jährige ihre Freizeit mit gemeinnützigen Arbeiten verbringen. Das verdient schon ein besonderes Lob." Im weiteren Verlauf der Versammlung beschlossen die Mitglieder einstimmig, das Eintrittsalter von bisher 14 Jahre auf null Jahre herabzusetzen. Zweiter Bürgermeister Karl Busch dankte der Poppenreuther Wehr für ihre Aktivitäten: "Ihr habt eine eindrucksvolle Bilanz vorgelegt." Die Feuerwehren, so Busch, seien ein unverzichtbarer Bestandteil des Rettungswesens. Dafür brauche es Idealisten. Dieser Bürgersinn halte die Gesellschaft zusammen. Busch sicherte die weitere Unterstützung der Stadt zu. Großes Lob zollte er den Poppenreuther Führungskräften: "Ihr habt eine rührige Gruppe aufgebaut, auf die ihr euch verlassen könnt." Kreisbrandmeister Günther Fachtan lobte die hervorragende Zusammenarbeit unter allen Wehren im Stadtgebiet und verwies auf die Kommandantenversammlung am 16. Januar mit der Stadt Waldershof und dem Kämmerer, wo es um die Mittelbeschaffung 2017 gehe. Der Waldershofer Feuerwehr-Kommandant Stefan Müller zeigte sich erfreut über den starken Poppenreuther Nachwuchs. Er appellierte zudem, bei einem Funkalarm auch auszurücken, "jeder Mann ist wichtig". Abschließend warb er dafür, auch Frauen für den Feuerwehrdienst zu gewinnen. Vorsitzender Markus Schultes und Kommandant Richard Wegmann ehrten langjährige Mitglieder: für 25 Jahre aktiven Dienst Thomas Schimmel und Gerald Lang, für 40 Jahre aktiven Dienst Alfred Käs. 50 Jahre Mitglied sind Werner Franz und Siegfried Reuschl. Sie bekamen das Ehrendiplom der Poppenreuther Wehr.
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