20.08.2017 - 15:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Fledermausexkursion der Umweltstation Lauschen am "Bat-Detektor"

Großen Zuspruch findet eine Fledermausexkursion, die die Umweltstation im Ferienprogramm anbietet. Und nicht nur Kinder staunen über das, was sie hören können.

Über viele interessierte Kinder und Erwachsene freute sich Brigitte Sommer (vorne links) bei der Fledermausexkursion der Umweltstation mit Referentin Christine Roth aus Tröstau (vorne rechts). Bild: kgg
von Autor KGGProfil

20 Kinder und 15 erwachsene Begleiter gingen mit Fledermausexpertin Christine Roth aus Tröstau auf Tour. Im Naturerlebnisgarten erarbeitete Christine Roth in enger Zusammenarbeit mit den begeisterten Kindern viele interessante und wissenswerte Fakten über einheimische und auch andere Fledermausarten. Ein Blickfang waren die mitgebrachten Fledermausexponate, die von den Teilnehmern mit einer Lupe betrachtet werden konnten. Zwischenzeitlich war es dunkel geworden und es konnte endlich von der Theorie zur Praxis gewechselt werden. Die Fledermausexpertin verteilte kleine Geräte, sogenannte "Bat-Detektoren", unter den Kindern. Mit deren Hilfe kann man die Ultraschallrufe der Fledermäuse für Menschen hörbar machen.

Nach einem kurzen Nachtmarsch von der Umweltstation in Richtung Lourdes-Grotte war es dann so weit. Aus den Detektoren drangen die ersten ungewöhnlichen Geräusche, während die Fledermäuse über den Teilnehmern umherschwirrten. Als man sich mit den Geräten schließlich den Teichen näherte, wurde aus den vereinzelten Rufen ein regelrechtes Orchester und im Schein einer mitgebrachten Lampe erblickte man viele der kleinen Nachtjäger.

Die Expertin erklärte den Kindern, dass es sich hier um Wasserfledermäuse handelt. Diese Säugetiere erreichen eine Flügelspannweite von 24 bis 27,5 Zentimetern und ein Gewicht von 7 bis 15 Gramm. Sie jagen Mücken dicht über der Wasseroberfläche und ergreifen mit ihren großen Füßen auch Beutetiere, die sich direkt auf der Wasseroberfläche befinden. So vertilgt eine einzige Wasserfledermaus Nacht für Nacht bis zu 3000 Insekten. Das entspricht einem Beutegewicht von rund 6 Gramm und somit knapp der Hälfte des eigenen Körpergewichts. Nach einem kurzweiligen Marsch zurück zur Umweltstation machten sich die kleinen und großen Fledermausforscher teils sichtlich müde, aber sehr zufrieden auf den Nachhauseweg.

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