Herbstzeit ist Wanderzeit – also: Wanderschuhe schnüren
Wunderbar wanderbar

(Foto: Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald)
Freizeit
Waldsassen
26.09.2017
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(Foto: Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald)

Der Oberpfälzer Wald ist ursprünglich, seine Wege sind erlebnisreich. Darum macht das Wandern dort Lust und Laune! Zwischen Waldrauschen und murmelnden Bächen ist es wohltuend still – Balsam für Körper, Geist und Seele. Wir stellen drei besondere Strecken vor.

Der Nurtschweg

Die Wanderregion am Grenzkamm zwischen Oberpfälzer Wald und Böhmerwald – auch als „Grünes Dach Europas“ bekannt – mit ihrer abwechslungsreichen und ruhigen Natur- und Kulturlandschaft ist unbedingt entdeckenswert. Oft gelingt auch ein Blick über die alte, inzwischen längst wieder offene Grenze nach Böhmen. Am Wegesrand trifft der Wanderer auf kleine liebenswerte Grenzorte, auf manche versteckte Kapelle und lauschige Rastplätze.

Der Nurtschweg beginnt an der Wallfahrtskirche Kappl, nördlich der Klosterstadt Waldsassen. Die Etappe geht hinunter in die Klosterstadt Waldsassen, vorbei an der barocken Stiftsbasilika mit Deutschlands größter Kirchen- und Klostergruft, der Abtei Waldsassen und dem Bibliothekssaal mit lebensgroßen Schnitzfiguren. Weiter geht es auf der Etappe, vorbei am Forsthaus über Panzen und Hardeck zum Sibyllenbad bei Neualbenreuth mit Bade- und großzügiger Wellnesslandschaft, verschiedenen Saunen und orientalischem Tempel mit maurischer Oase. Danach geht es zum Zielort dieser Etappe nach Neualbenreuth zu seinem historischen Marktplatz mit barocker Kirche und Egerländer Fachwerkhäusern.

Die Etappe von Kappl nach Neualbenreuth beträgt 18 Kilometer.

Das Waldnaabtal

Auf dem Qualitätsweg Goldsteig von Falkenberg nach Windischeschenbach erreichen Wanderer ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das Waldnaabtal. Es ist geprägt durch hoch aufragende Felsengebilde und eine außergewöhnliche Flora und Fauna.

Lichtgrüne Farnwedel, zartfarbige Blumensterne, helle Birken und Buchen, silbrige Wellenkämme und die weißen Schaumkronen des Wassers geben dem Tal einen mystischen Charakter. Auf fleißige Wanderer wartet in der Mitte des Tales an der Blockhütte einer der schönsten Biergärten der Oberpfalz. Der Uferpfad zwischen der Blockhütte und Neuhaus ist ein echter Abenteuerspielplatz für Kinder und Junggebliebene. Hinweistafeln erzählen von Sagen und längst verschwundenen Burgen.

Der zwölf Kilometer lange Canõn aus bis zu 40 Meter hohen Granitfelsen ist von mehreren gut markierten Wander- und Radwegen durchzogen.

Der Nepomukweg

Der Nepomukweg verbindet das Schönseer Land über den Grenzübergang in Friedrichshäng mit dem Nachbarland Böhmen, dessen Namenspatron der Nationalheilige „Johannes von Nepomuk“ ist.

Hohen kulturhistorischen Wert hat die Steinfigur des „Doppelten Nepomuk“ am Beginn des Weges. Sie steht als Symbol der wechselvollen Geschichte des Schönseer Landes zwischen Bayern und Böhmen. Nach einigen Metern stadteinwärts auf der Staatsstraße zweigt der Weg nach links ab und quert durch die Wiesen das Tal der Ascha hinüber zum Bayerisch Böhmischen Freundschaftsweg.

Mit diesem verläuft der Weg Richtung Schönseer Ortsmitte durch die Kurparkanlagen entlang der Ascha. Vorbei am Keckenweiher führt der Wanderweg ab dem Festplatz zusammen mit dem Naturlehrpfad im Aschatal ostwärts. Bei Dietersberg wird die Ascha überquert und an der Hofkapelle verläuft der Weg nach rechts in Richtung Dietersdorf. Kurz nach der Dorfkirche zweigt der Pfad links ab in den Gradelhöhweg. Von der Gradelhöhe aus bietet sich ein herrlicher Rundblick in alle Himmelsrichtungen.

Kurz vor dem Übergang nach Tschechien erinnert bereits ein Gedenkstein an die Geschichte der ehemaligen Nachbarortschaft Plöß. Der Weg führt mit der Markierung 36, Schwarzachtalradweg durch die höchst abwechslungsreiche Weidelandschaft der tschechischen Hochebene bis Plöß. Beim Holzpavillon verläuft der Weg ein kurzes Stück nach links und biegt bei der Nepomukfigur nochmals links durch den Wald hoch zum restaurierten Friedhof. Dieser zeugt noch von dem einst blühenden, von Sudetendeutschen bewohnten und nach dem 2. Weltkrieg zerstörten, Ort.

Nähere Informationen zu den detaillierte Wanderstrecken gibt es beim Tourismusverband Ostbayern im Internet unter www.oberpfaelzerwald.de.
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