10.03.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Jahresrückblick bei der Münchenreuther Feuerwehr Technische Hilfeleistungen und ein Löscheinsatz

Münchenreuth. 8 Einsätze - davon einen Brand - verzeichnete die Feuerwehr im vergangenen Jahr: Darauf hat Kommandant Klaus Grötsch in seinem Bericht anlässlich der Jahreshauptversammlung hinwiesen. Daneben waren die freiwilligen Helfer gefragt als Parkplatzeinweiser beim Faschingszug und beim Köllergrünfest. Den größten Anteil der Einsätze machten technische Hilfeleistungen aus - nach Verkehrsunfällen und Sturmschäden. "Alleine bei diesem Einsatz waren es 80 Stunden, die die Mannschaft unterwegs war", erklärte Grötsch über die ehrenamtlich geleistete Zeit bei der Hilfsaktion in Münchenreuth nach dem Unwetter am 1. Juni. Daneben nannte Grötsch dem Protokoll zufolge noch vier Einsätze zur Verkehrsregelung anlässlich von Umzügen und Prozessionen. Bei dem Treffen im Vereinsheim gab es neben Neuaufnahmen auch Ehrungen und Auszeichnungen: Josef Ernst, der zunächst für 40-jährige Dienstzeit geehrt worden war, verabschiedete Grötsch wenig später aus der aktiven Truppe, ebenso Löschmeister Thomas Rosner nach 35-jährigem Dienst. Verabschiedet worden ist auch Christian Betzl, der zur Tirschenreuther Wehr wechselt. Für 30 Jahre aktiven Dienst ist Max Ernstberger geehrt worden, für 25-jährige Dienstzeit Walter Heindl. Seit 10 Jahren gehört Patrick Ernstberger der aktiven Truppe an. Laut Tätigkeitsbericht von Grötsch zählte die aktive Truppe 2016 44 Leute, davon 4 Feuerwehranwärter. Sie alle hätten sich bei diversen Lehrgängen weitergebildet und bei Prüfungen Fachwissen bewiesen. Vorstand Berthold Ernstberger bezifferte den Mitgliederstand auf 139 Personen und ließ noch einmal das Vereinsgeschehen Revue passieren. Kassier Gerhard Ernstberger habe in seinem Bericht geordnete finanzielle Verhältnisse verdeutlicht. Bürgermeister Bernd Sommer würdigte in seinem Grußwort die engagierte Arbeit der Münchenreuther Feuerwehr. (Info-Kasten)

Sitzend (von links) die geehrten Mitglieder Walter Heindl, Christian Betzl und Josef Ernst sowie stehend (von links) Kommandant Klaus Grötsch, Vorsitzender Berthold Ernstberger, Max Ernstberger, Patrick Ernstberger, Neuzugang Lukas Schreyer sowie Bürgermeister Bernd Sommer. Bild: exb
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Fahne kehrt nach dem Tod des Besitzers zurück

Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr zur Sprache kam auch der aktuelle Stand über den Verbleib der ersten Vereinsfahne: Sie war im Kloster Waldsassen gefertigt am 12. Juni 1910 geweiht worden. Am Ende des Zweiten Weltkrieg wurde die Fahne ein Beutestück der amerikanischen Besatzer. 1984 wurde die Fahne in den USA ausfindig gemacht. Recherchen ergaben dass, ein Feuerwehr-Sammler die Münchenreuther Feuerwehrfahne vor langer Zeit auf einer Military Auktion erworben hat. Seither ist sie im Privatbesitz des Amerikaners. Die Münchenreuther dürfen weiterhin auf die Rückkehr des historischen Stücks hoffen: Der Amerikaner hat testamentarisch verfügt, dass sie nach seinem Tod ins Kappl-Dorf zurückkommt. (pz)

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