26.04.2016 - 02:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Natur zum Erleben am Glasberg Kolkraben krächzend überm „Waldhörsaal“

Eine Vielzahl an Ehrengästen und interessierten Bürgern konnte Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider am Eingang zum neuen "Walderlebnispfad Glasberg" am Waldparkplatz an der Schützenstraße in Empfang nehmen. Nach einem kurzen Spaziergang konnten daraufhin die von Vogelgezwitscher begleiteten Einweihungsfeierlichkeiten im "Waldhörsaal" beginnen. Eine lange Liste an Ehrengästen - angeführt von Bürgermeister Bernd Sommer, stellvertretendem Landrat Dr. Alfred Scheidler und MdB Reiner Meier - hatte Forstdirektor Gerhard Schneider zu begrüßen. Er erinnerte an den Sommer des Jahres 2001 als an fast gleicher Stelle schon einmal der Waldlehrpfad seiner Bestimmung übergeben werden konnte. "Nach nun 15 Jahren", so Schneider weiter, "entstand an der Stelle eines alten Waldlehrpfades ein neuer Erlebnispfad". Es war einer der ersten modernen Erlebnispfade der Region und schon mit neuen modernen waldpädagogischen Elementen ausgestattet.

von Dieter KannenbergProfil

Somit war bereits ein gutes Grundgerüst an Erlebniselementen vorhanden und wurden - in die Jahre gekommen - lediglich restauriert und neu hergerichtet. Neu in die Inhalte fließt nun die forstwirtschaftliche Philosophie "Nützen und Schützen auf den gleichen Flächen" ein. Nur so finde Naturschutz auf allen Waldflächen und nicht nur in Schutzgebieten statt.

Schulen, Kindergärten aber auch Vereine, Verwaltungen und Privatpersonen seien eingeladen sich 2 bis 3 Stunden die Zeit zu gönnen um hier echte und ursprüngliche Eindrücke zu sammeln. Und wie zur Bekräftigung dieser Worte überflog laut krächzend eine Schar Kolkraben den Waldhörsaal. Bürgermeister Bernd Sommer unterstrich in seinem anschließenden Grußwort die Bedeutung des Waldes und im Besonderen des Waldlehr- und erlebnispfades, der mit der Neugestaltung durch die Bayerischen Staatsforsten an Attraktivität gewonnen hat.

Für die Nachwelt

Darauf stellte MdB Reiner Meier fest, er fühle sich "hier im Wald" wesentlich wohler als im Plenarsaal in Berlin. Er sehe es auch als eine allgemeine Aufgabe den Wald und die Natur und im Speziellen den ehemaligen "Klosterwald" auf dem Glasberg auch für die Nachwelt zu erhalten sei er doch wichtig für das Wohlbefinden und die Seele der Menschen, die ihn besuchen.

Imbiss beim "Baumtelefon"

Nach einer ökumenischen Segnung durch Stadtpfarrer Thomas Vogl und Diakon Fritz Lieb von der evangelischen Pfarrgemeinde lud Forstdirektor Schneider die Teilnehmer und Gäste der Einweihungsfeier zu einen kleinen Spaziergang Richtung "Baumtelefon" zu einem dort vorbereiteten kleinen Imbiss ein.

Die Bayerischen Staatsforsten wollen sich auch als Partner im ländlichen Raum zeigen und einbringen und auch den Antrag der Stadt auf Weltkulturerbe Klosterlandschaft Waldsassen' unterstützen.Gerhard Schneider

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