Stiftländer Jugend- und Blaskapelle feiert Jubiläum
Fünf Musikkapellen im Festzelt

Der Festausschuss bereitet die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen vor. Von links Festleiter Stephan Hegen, Michaela Ernstberger, Laura Bäumler, Philip Schnurrer, Stefanie Ernstberger, Alexander Riedl und Dominik Hautmann. Außerdem gehören Lucia Heindl und Patrick Plötz dem Gremium an. Bild: pz
Freizeit
Waldsassen
19.05.2017
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Beim Jubiläumskonzert hochkarätige Literatur, danach ein zünftiges Programm mit Gästen auf der Bühne. Und zuvor ein Gottesdienst in der Basilika, für den sich das "Geburtstagskind" stimmgewaltige Verstärkung engagiert hat.

60-jähriges Bestehen feiert am Samstag, 17. Juni, und Sonntag, 18. Juni, die Stiftländer Jugend- und Blaskapelle. Der Festausschuss mit Stephan Hegen an der Spitze ist schon weit mit den organisatorischen Vorbereitungen, ebenso die Kapelle mit den Proben für die musikalischen Glanzpunkte.

Zwischen 8 und 78 Jahren


Die Kapelle, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten manche Höhen erleben durfte und auch Tiefen durchschreiten musste, ist im Moment auf Erfolgskurs: Dirigentin Laura Bäumler und ihre 40 Leute zählende aktive Truppe freuen sich auf den Geburtstag der Kapelle. Josef Rödig, der bei den "Stiftländern" Waldhorn spielt, ist mit 78 Jahren das einzige aktive Gründungsmitglied. Er trat als 18-Jähriger der 1957 von Herbert Peter gegründeten Jugend- und Blaskapelle bei. Mit 8 Jahren jüngstes Mitglied in der Kapelle ist Schlagzeuger Johannes Kropf aus Pfaffenreuth.

Beim Blick in die Chronik verweisen Vorsitzender Alexander Riedl und Festleiter Stephan Hegen vor allem auf die Veränderungen im vergangenen Jahrzehnt - etwa den Umzug in den Probenraum an der Bahnhofstraße 2012 mit der letzten emotionell herausragenden Probe im August im früheren "Musikpavillon" an der Pfaffenreuther Straße, im selben Jahr der Wechsel im Vorsitz des Fördervereins von Anton Bäumler auf Alexander Riedl. Eine wichtige Station in der Vereinsgeschichte ist auch die Fusion des Fördervereins und der Kapelle mit nur einem gemeinsamen Vorstandsteam. In guter Erinnerung bleibt die Fahrt zum deutschen Musikfest in Chemnitz 2013: Beim Standkonzert durften die Waldsassener mit 300 Kapellen aus Deutschland und Europa mitspielen. Von den 40 Musikern sind 7 in Ausbildung und spielen noch nicht in der Kapelle mit. 17 Kinder sind im Moment bei der musikalischen Früherziehung "Mit Klang und Spiel zur Musik" dabei - ein Angebot, das es bei der Kapelle seit 2014 gibt. Im Jahr 2016 folgte die Übergabe des Dirigenten-Amts: Laura Bäumler übernahm den Job von Wolfgang Plötz.

Außermusikalisch aktiv


Vorsitzender Alexander Riedl unterstreicht beim Treffen des Festausschusses auch das außermusikalische Geschehen, das die Mitglieder der Kapelle und des Fördervereins zur eingeschworenen Truppe werden lässt. Es gibt regelmäßige Fußballspiele gegen Mitglieder befreundeter Blaskapellen aus Parkstein, Wiesau und Falkenberg. Außerdem sind die "Stiftländer" alljährlich beim Vereinsschießen in Hundsbach dabei, unternehmen diverse Radtouren und lassen bei der Kegler-Stadtmeisterschaft die Kugeln rollen: Als schnellste Teilnehmerin war kürzlich bei der Siegerehrung Laura Bäumler erwähnt worden: Sie hatte 50 Schub in 11 Minuten erledigt (wir berichteten).

Karten für das Jubiläumskonzert bereits erhältlich"Sinfonische Blasorchesterliteratur" kündigt Dirigentin Laura Bäumler an für das Jubiläumskonzert am Samstag, 17. Juni, im Jugendheim - ein erster Höhepunkt der Festlichkeiten. Karten sind dafür bereits erhältlich - jeweils freitagabends im Probenraum der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle an der Bahnhofstraße, bei allen Musikern der Kapelle sowie unter Tel. 0151/2537 56 54. Am Sonntag, 18. Juni, um 9.30 Uhr setzt dann ein Festgottesdienst in der Basilika die Festlichkeiten fort - mit einer besonderen Messe für Blasmusik, die die Stiftländer Jugend- und Blaskapelle unter Leitung von Laura Bäumler zusammen mit dem Chor der Basilika gestaltet. Danach geht es in einem Festzug mit der Parksteiner Blasmusik voran zum Vereinsgelände an der Bahnhofstraße, wo ein 600-Mann-Zelt auf die Besucher wartet. Dort erklingt dann den ganzen Tag und abends bis 22 Uhr Blasmusik: den Auftakt bestreitet die Münchenreuther Blaskapelle, dann folgen die Tirschenreuther Stadtkapelle, der Musikverein Wiesau, die Blaskapelle Thanhausen sowie die Jugendblaskapelle Reuth. Gegen Durst und Hunger der Musiker wie der Besucher ist vorgesorgt: Nach dem Frühschoppen gibt es mittags Schweinebraten im Festzelt sowie den ganzen Tag über das bei solchen Festen übliche Angebot - Gegrilltes, Brezen und Käse, Kaffee und Kuchen. (pz)
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