17.11.2017 - 12:10 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Gründungsversammlung "Freunde der Basilika Waldsassen": Dynamisch über die Messlatte

Stadtpfarrer Thomas Vogl sprach von einem "besonderen Moment": Am Mittwoch ist der Verein "Freunde der Basilika Waldsassen" gegründet worden. Gut 90 Interessierte waren dabei, etwa 70 erklärten noch am Abend ihren Beitritt.

Die Vorstandsmitglieder erhielten die Satzungsentwürfe zum Unterzeichnen. Von links Martin Rosner, Andreas Sagstetter, Thomas Vogl, Ludwig Güttler, Willi Prechtl, Johannes Röttges, Alois Michl. Bilder: pz (3)
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Professor Ludwig Güttler, der auf der Rückfahrt von einem Termin in der Nähe von Wien nach Dresden in Waldsassen Station machte, ist erwartungsgemäß zum ersten Vorsitzenden der "Basilika-Freunde" gewählt worden. Der international bekannte Musiker gilt als Mitinitiator des Wiederaufbaus der Frauenkirche in Dresden.

Die Gründungsversammlung war in den vergangenen Wochen vor Ort von einer, eine wie es hieß, "Initiativgruppe" vorbereitet worden. Deren Mitglieder bilden nun auch das Vorstandsteam: Stellvertretender Vorsitzender ist Willi Prechtl. Johannes Röttges übernimmt die Aufgaben des Schriftführers, Alois Michl ist Finanzverwalter. Helmut Manske und Oskar Sommer jun. übernehmen die Kassenprüfer-Jobs. Kraft ihrer Ämter gehören dem Vorstand automatisch an Stadtpfarrer Thomas Vogl, Kirchenpfleger Martin Rosner sowie Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter. Den Abend moderierte Pfarrer Thomas Vogl. Er freute sich über die gut gefüllten Tischreihen im Jugendheim-Festsaal. Seit den ersten Veröffentlichungen über die beabsichtigte Gründung des Förderkreises habe es viele Rückmeldungen gegeben - aus der Pfarrei und auch von Leuten, die auswärts wohnen, erklärte der Pfarrer. Der gute Besuch der Gründungsversammlung sei ein guter Anfang und ein gutes Fundament das ehrgeizige Ziel zu erreichen: 1000 Mitglieder - so die Messlatte - strebt der Förderverein an.

Güttler Motivator

Vor allem das kirchenmusikalische Schaffen sowohl innerhalb der Liturgie als auch in der großen Konzertreihe stünden im Fokus des Vereinszwecks, erklärte Stadtpfarrer Vogl, der Professor Güttler als Motivator bezeichnete, "dass das auf den Weg gekommen ist".

Noch einmal erinnerte der Pfarrer an die Worte des Musikers bei seinem Besuch anlässlich eines Konzerts in der Basilika im Mai: "Fangen Sie einfach mal an", hatte der prominente Fürsprecher damals erklärt, als es um die Gründung eines Förderkreises ging. "Das ist hängen geblieben und hat uns Mut gemacht", so Pfarrer Vogl. Güttler zeigte sich in seinem kurzen Grußwort beeindruckt von dem wunderbaren Raum der Basilika. Außerdem habe er, Güttler, bemerkt, "wie aktiv Herr Sagstetter hier ist" - worauf der Künstler ans Publikum gerichtet anfügte: "Jetzt dürfen Sie klatschen."

Gemeinsam mit Helfern

Güttler erläuterte kurz seine Motivation, den Vorsitz des Unterstützungsfonds in Form eines Fördervereins zu übernehmen: Die Wirkung der Kirchenmusik sei unbestritten: Sie sei in den Staat "hineinnehmend und kommunikations-, manchmal auch erkenntnisfördernd". Es müssten Strukturen geschaffen werden, die dies unterstützten. Dies gehe nur gemeinsam und mit aktiven Helfern.

Vor diesem Hintergrund würdigte Güttler das schnelle, zielstrebige und zügige Umsetzen des Vorhabens. "Wenn schon der Beginn mit Dynamik ausgestattet ist sollte man keine Sekunde warten die weiteren Schritte anzufügen", befand der Vorsitzende und forderte dazu auf: "Also schnell handeln!" Stadtpfarrer Vogl meinte, die Förderung der Kirchenmusik funktioniere nicht ohne einen Raum, der einen Rahmen für diese Kirchenmusik darstelle. Dies werde auch in der Satzung deutlich. Den Entwurf dafür verlas im Anschluss "Notariatler a. D.", wie er sagte, Robert Treml. Ludwig Güttler äußerte dazu einige Anmerkungen, worauf noch formelle Änderungen eingearbeitet werden mussten. Dabei ging es etwa um die Aufnahme von Regelungen im Hinblick von Vertragsabschlüssen für Firmen-Sponsoring.

Alles per Handzeichen

Ludwig Spreitzer fungierte als souveräner Wahlleiter und zog die Aktion rasch durch. Helfer für den Wahlgang, etwa um Stimmzettel einzusammeln, brauchte es nicht: Alle Mitglieder des Vorstands sind per Handzeichen gewählt worden - eine Vorgehen, das zuvor Professor Ludwig Güttler anregte und so auch von der Versammlung gebilligt wurde.

Bürgermeister Bernd Sommer gratulierte in einem kurzen Grußwort dem neuen Vorstand zur Wahl. Nun sollten "die Mitglieder der ersten Stunde" fleißig die Werbetrommel rühren und sich als Multiplikatoren erweisen. Die Materialien dafür wird in den nächsten Wochen der Vorstand erstellen - Informationsbroschüren sowie ein Online-Angebot.

Jetzt dürfen Sie klatschen.Professor Ludwig Güttler nach dem Lob für das Engagement von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.