18.06.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Musikgenuss zum 60-Jährigen

Ein stimmungsvolles Jubiläumskonzert auf hohem Niveau erlebten am Samstag die Besucher im voll besetzten Saal des Waldsassener Jugendheims. Für Aufsehen sorgten aber nicht nur die musikalischen Darbietungen der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle.

Das 36-köpfige Blasorchester der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle Waldsassen gab am Samstag ein imposantes Jubiläumskonzert. Bild: kro
von Konrad RosnerProfil

Bürgermeister Bernd Sommer etwa entfuhr es ein lautes "Wow!", als er das Outfit der jungen Dirigentin sah: Die 23-jährige Laura Bäumler trug ein langes schwarzes Abendkleid. Unter ihrem Dirigat gab das 36-köpfige Blasorchester der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle ein imposantes Konzert.

Zu Beginn des Festabends anlässlich des 60-jährigen Bestehens zeigte sich der Vorsitzende der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle, Andreas Riedl, erfreut über die große Besucherzahl und die Teilnahme zahlreicher Ehrengäste, darunter der Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Gerhard Engel, dessen Stellvertreterin Gisela Weiß, Ehrenkreisvorsitzender Dieter Dendorfer, Kreisdirigent Peter Dotzauer und Tobias Böhm, der neue Leiter der Kreismusikschule. Willkommen hieß Riedl auch die zahlreichen Vertreter benachbarter und befreundeter Blaskapellen. Sein ganz besonderer Gruß galt den "heimlichen Stars des Abends", der Blaskapelle unter der Leitung von Laura Bäumler. Riedl verwies darauf, dass sich seit dem letzten Jubiläumskonzert vor zehn Jahren einiges verändert habe, in der musikalischen Leitung und im Verein ganz allgemein. Dabei erinnerte er an die Übergabe des Dirigentenstabs an Laura Bäumler und die Ernennung ihres Vorgängers Wolfgang Plötz zum Ehrendirigenten.

Bernd Sommer gratulierte im Namen der Stadt zum 60-Jährigen und dankte der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle für ihre Arbeit. "Eure Konzerte waren und sind immer ein Genuss", betonte der Bürgermeister und lobte die Verantwortlichen, die es immer wieder verstanden hätten, junge Leute für die Blasmusik zu gewinnen und zu begeistern. "Ihr seid ein Verein mit Zukunft!", zeigte sich Sommer überzeugt.

Gerhard Engel fragte: "Wo gibt es das, dass drei Generationen auf einer Bühne musizieren und das auch noch passt?" Blaskapellen verbänden Generationen. Wolfgang Plötz sei ein sehr guter Dirigent gewesen, doch mit dem Outfit seiner Nachfolgerin könne er nicht mithalten, merkte Engel humorvoll an. Er danke allen, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten im Verein und im musikalischen Bereich Verantwortung übernommen haben und den Verein zu dem gemacht hätten, was er heute sei. Die Blaskapelle sei ein "tolles Orchester", so der Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes. "Haltet weiterhin zusammen, denn nur gemeinsam seid ihr stark!" Als Geschenk des Musikbundes überreichte Engel einen Gutschein für den Ankauf von Noten.

Durch das anschließende kurzweilige Programm des Abends führte Stefanie Ernstberger. Mit dem imposanten "Glory Fanfare" wurde das Konzert eröffnet, ehe "Norway Impressions" für Eindruck sorgte. Nach dem bewegenden "Power of Love" von Flügelhorn-Solist Dominik Hautmann ließ Posaunist Jonas Bäumler die "Bayerische Polka" erklingen, ehe der Marsch "Salemonia" in die Pause führte. Mit dem "Dschungelbuch" ging danach die musikalische Reise weiter. Sein Können stellte das Ensemble auch mit "The second Waltz" und dem Medley "Abba - Gold" unter Beweis. Den Abschluss des abwechslungsreichen Konzerts bildete "La Storia" von Jakob de Haan.

Teilweise schon mitspielen durfte die Bläserklasse mit Hannah Ziegert, Lea Bachofner, Leopold Tippmann, Sonja Michalsky, Peter Heindl und Johannes Kropf.

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