19.03.2018 - 12:40 Uhr
Waldsassen

Traditionsveranstaltung in der Klosteraula Musik verbindet seit Jahrzehnten

27 Jahre schon musizieren junge Leute aus Bayern und Böhmen gemeinsam. Der Abend in der Klosteraula zeigt die erfolgreiche Arbeit der Musikschulen Tirschenreuth und der Partnerschule Zus Sokolov auf.

von Autor ZCHProfil

Seit 1991 besteht eine enge Freundschaft und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen, die mit gemeinsamen Konzerten und Musik-Freizeiten hüben wie drüben sehr beliebt und geschätzt ist. Begrüßt wurden die jungen Musiker und das Publikum von Johanna Härtl, Geschäftsführerin des Kultur- und Begegnungszentrums und von Musikschulleiter Tobias Böhm.

Durchweg anspruchsvolle Musik auf hohem Niveau bekam das Publikum zu hören und anmutige Balletttänze zu sehen. Die Schüler aus Sokolov hatten Gesang und Ballett - klassisch und modern - mitgebracht. Eröffnet wurde das Konzert mit zwei Stücken des Trompetenensembles unter der Leitung von Tobias Böhm. Einen abwechslungsreichen Konzert-Walzer von J. Draeger gab Johanna Kreger auf dem Akkordeon zum Besten. Besonders begeistern konnte der junge Saxofonist Alexander Schreiner, der eine jazzige kleine Nachtmusik rhythmisch perfekt vortrug. Begleitet wurde er von seiner Mutter Natalie Schreiner am Flügel.

Auf der Gitarre spielte Melina Schedl verträumt und gefühlvoll "Hallelujah" von L. Cohen. Sehr anspruchsvoll war das Gitarren-Prélude Nr. 1 von H. Villa-Lobos, das Larissa Wegmann souverän auswendig spielte. Auch das Gitarrenensemble unter der Leitung von Matthias Rieß gab zwei unterhaltsame Stücke zum Besten.

Ein selten gehörtes Instrument, die Harfe, kam mit Anna Bernreuther zum Erklingen. Eine kleine Romanze (D. Bouchaud) und "Amsterdam" (Ch. Pampuch) entführten die Zuhörer in sanfte Klangsphären. "Wolken" op. 67 (P. Kiesewetter) und "Comptine d'un autre été" (Y. Tiersen), die mit großem Einfühlungsvermögen von Luisa Bäuml auf dem Hackbrett gespielt wurden, passten wunderbar zu den ruhigen Klängen der Harfe. Am Klavier beeindruckte Elias Schornbaum, der sicher und ausdrucksvoll "Nocturne" in Es-Dur op. 9 Nr. 1 von F. Chopin spielte. Das bei Klavierschülern besonders beliebte "River Flows In You" (Yiruma) durfte natürlich nicht fehlen. Magdalena Meier spielte das populäre Stück mit großer Hingabe.

Besonders viel Beifall bekamen die Ballettgruppen unter der Leitung von Sylvia Bauneis. Bei dem mitreißenden Can-Can von J. Offenbach klatschte das Publikum begeistert mit. Die eingenommenen Spenden kommen dem Kultur- und Begegnungszentrum, sowie der Kreismusikschule zu Gute.

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