25.08.2014 - 00:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

8. Wallfahrt nach Maria Kulm stößt auf großes Interesse - Fünf Stunden auf der Strecke 152 Radler auf Pilgertour

Nach einer Pause im Vorjahr war es am Sonntag wieder soweit: Zum achten Mal unternahmen Pilger von der Klosterstadt aus eine Radwallfahrt ins 35 Kilometer entfernte Maria Kulm in Tschechien. 152 Teilnehmer aus der ganzen Region wollten sich die Tour nicht entgehen lassen.

Vor dem Start hieß Wolfgang Üblacker (Mitte, mit roter Jacke) die Fahrradpilger auf dem Basilikaplatz willkommen, Stadtpfarrer Thomas Vogl (links neben Üblacker) erteilte den Pilgersegen. Bild: kgg
von Autor KGGProfil

Organisator Wolfgang Üblacker freute sich vor dem Start am Basilikaplatz, dass es nach der Zwangspause nun wieder los gehen könne. Angesichts der großen Teilnehmerzahl bat er um ein diszipliniertes Verhalten auf der Strecke. "Wir alle haben das gleiche Ziel.

Es ist eine Radwallfahrt und kein Radrennen, es gib keine Zeitmessung und keine Lichtschranke, die etwas festhält. Es soll eine gemütliche Fahrt zur Gottesmutter werden", sagte Wolfgang Üblacker.

Den Pilgersegen erteilte Stadtpfarrer Thomas Vogl. Er wünschte sich, dass der Himmel mit den Wallfahrern ein Einsehen haben möge und diese wohlbehalten und ohne Regen ans Ziel und wieder zurück kommen. Er bat die Teilnehmer, der Gottesmutter von Maria Kulm neben ihren eigenen Anliegen auch die der Pfarrei Waldsassen vorzubringen.

Medizinische Begleitung

Unter dem Geläut der Basilika-Glocken, die zum 8-Uhr-Gottesdienst riefen, setzte sich der Tross mit Wolfgang Üblacker an der Spitze in Bewegung. Seine langjährigen Mitstreiter Rudi Ehstand und Gerd Richter bildeten wieder das Schlusslicht und sorgten mit dafür, dass alles in geordneten Bahnen verlief. Als medizinischer Begleiter war wieder Dr. Walter Rößler aus Weiden dabei.

Nach einer Gesamtfahrzeit von rund zweieinhalb Stunden und einer Pause unterwegs erreichten die Radler gegen 11 Uhr das bereits von weitem sichtbare Marienheiligtum auf dem Kulmer Berg. Pünktlich um 11.30 Uhr fanden sich alle Teilnehmer zum Wallfahrtsgottesdienst in der vor ein paar Jahren renovierten Wallfahrtskirche ein. Hier wurden die Radler und weitere Gottesdienstbesucher vom neuen Kulmer Probst Milan Kozera auf Deutsch begrüßt.

Den Gottesdienst feierte Kozera in Kooperation mit BGR Johann Schinnhammer aus Schwarzenbach/Saale. Die musikalische Umrahmung übernahmen Edmund Reindl an der Orgel, Wolfgang Üblacker auf der Trompete sowie das Gesangsduo "Neualbenreuther Zwio", bestehend aus Monika Kunz und Franz Danhauser. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Gerd Richter bei den Geistlichen, beim Ministranten-Team mit Konrad Hopf sowie den Musikinterpreten für die würdevolle Gestaltung. Mit viel Applaus begleitet wurden die Dankesworte von Gerd Richter an Cheforganisator Wolfgang Üblacker für dessen wochenlange Vorbereitung der Radwallfahrt, die auch im nächsten Jahr wieder stattfinden soll.

Abschluss an der Grotte

Nach dem festlichen Gottesdienst konnten sich die Wallfahrer mit einem von den Kulmer Pfarrangehörigen zubereiteten Mittagessen stärken. Serviert wurden Kartoffelsuppe mit Würstchen sowie anschließend noch Kaffee und Gebäck. Um 13.30 Uhr gab Wolfgang Üblacker das Signal zum Aufbruch.

Nach einer erneuten zweieinhalbstündigen Fahrt traf die Gruppe an der Lourdesgrotte beim Mitterhof ein. Mit einem Gebet und dem Lied "Segne du Maria" dankten die Fahrrad-Pilger traditionsgemäß der Gottesmutter für die unfallfreie Rückkehr. Erneut spielte dabei Wolfgang Üblacker auf der Trompete.

Nicht zuletzt würdigten die Organisatoren die Polizei auf beiden Seiten der Grenze für die Absicherung sowie die Stadt Tirschenreuth für die Bereitstellung eines Begleitfahrzeugs.

Themenseiten:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.