01.09.2014 - 00:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Ausverkauftes Haus beim Lichtertraum am Wondrebufer - Konzert mit Mezzo non Solo "La vie en Rose" im Erlebnisgarten

Mit seinem Lichtertraum am Wondrebufer hat das Kultur- und Begegnungszentrum (KuBZ) am Samstagabend einen Volltreffer gelandet. Unter dem Motto Musik-Kultur trifft Natur diente der Naturerlebnisgarten, illuminiert mit Kerzen- und künstlichem Licht, als riesige Bühne für ein Spätsommerfest der ganz besonderen Art.

Dicke Jacken und Kuscheldecken waren Voraussetzung, um am Samstagabend nicht zu frieren und das Konzert genießen zu können.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

Höhepunkt in diesem "leuchtenden Paradies" war das Konzert im Atrium mit Mezzo non Solo. Dabei verzauberten Gisela Schubert (Gesang) und Matthias Scharnagl (Gitarre) auf der Gartenbühne die zahlreichen Gäste mit bekannten Stücken ernster und eher leichter Musik. Für die Bewirtung der Gäste sorgten Mitglieder und freiwillige Helfer der Umweltstation. Ein Zubrot für die Einrichtung, denn die Erträge darf sie behalten.

Brot aus Steinbackofen

Apropros Brot: Schon den ganzen Nachmittag über hat Franz Meyer im Steinbackofen Brot gebacken. Am Abend und während der Konzertpause gingen die mit Kräuteraufstrich oder Griebenschmalz beschmierten Scheiben weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

Dazu ein Glas Sekt oder Wein und die Schmankerln auf einer der vielen Bänke im Garten genießen, was konnte schöner sein. Da spielte die eher frische Temperatur, dann nur noch Nebenrolle. Der Wetterbericht hatte ja Regen vorausgesagt. Aber während der Veranstaltung hielt sich der Himmel zurück und verlor keinen einzigen Tropfen.

Musik, Kerzenschein und bunte Lichter im Spätsommer: Der Naturerlebnisgarten diente beim Lichtertraum am Wondrebufer als riesige Bühne. Bilder: Grüner

Ab 19 Uhr waren die ersten Gäste gekommen und schlenderten durch das weitläufige Gelände, das mit Fackeln, Schwimmkerzen, Teelichtern und Scheinwerfen gekonnt ausgeleuchtet war. Kurz vor 21 Uhr nahmen die Gäste dann ihre Plätze vor der Bühne im Atrium ein. Zwei Stunden, inklusive kurzer Pause, dauerte das Konzert, das Gisela Schubert und Matthias Scharnagl gaben.

"Helene Fischer macht es vor und so habe ich mir auch was spektakuläres für meinen Auftritt ausgedacht", sagte Schubert als sie aus dem ersten Stock des Gartenschulhauses aus dem Fenster stieg und singend eine Leiter herunterstieg. "Ich lade gern mir Gäste ein" aus der Fledermaus von Johann Strauss sang sie dabei. Sie schlenderte durchs Publikum, machte mit dem einen oder anderen Gast ihre Späßchen und ging dann zur Bühne. Es folgte "O mio Babbino caro" vom Giacomo Puccini aus der Oper Giannis Schicchi. Beim "Ave Maria" ihres Namensvetters Franz Schubert sang Gisela Schubert den Text von Helene Fischer. Vor dem Musical-Part gaben Mezzo non Solo noch "You raise me up" zum Besten.

Musicalhits nonstop

"Memories" aus Cats, "Somewhere" aus Westside Story", "Ich gehör' nur mir" aus Elisabeth, "Don't cry for me Argentina" aus Evita und "Summertime" aus Porgy and Bess hatte das Duo für den Musicalteil ausgewählt. Gisela Schubert lebte viele Jahre in Griechenland und war dort verheiratet. "Ena to helidoni" und "Sto Perigali", beide von Mikis Theodorakis, widmete sie ihrer zweiten Heimat, die sie übrigens tagsdrauf urlaubsmäßig besuchte.

Nach "Non ti scordar die me" und "Torna a Surriento" von Ernesto de Curtis sowie "Mattinata" von Ruggero Leoncavallo erholte sich das Duo während einer kurzen Pause. Danach nahmen Mezzo non Solo ihr Publikum mit auf eine Reise in die Welt der echten Evergreens. "May Way", "Perhaps Love", "Somthing Stupid" und "What a wonderful World" gehörten dazu. Bei letzterem freute sich vor allem der Veranstalter als die Solistin im Refrain sang: "What a wonderful Garden".

Weil sie noch Koffer packen musste, antwortete sie auf die lautstarken Zugaberufe scherzhaft: "Ich mou doch ham." Eine Strophe von "Guten Abend, gut' Nacht" gab es dann aber doch noch.

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