Film über den Pilgerweg Via Porta läuft am Mittwoch im BR-Fernsehen
Eine "Brücke" im besten Sinne

Lokales
Waldsassen
16.04.2013
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Von einer "Grenzerfahrung der besonderen Art" ist in der Pressemitteilung des Bayerischen Fernsehens im Zusammenhang mit dem Pilgern auf dem Weg "Via Porta" die Rede: Am Mittwoch, 17. April, wird der Beitrag von Reinhard Kungel mit dem Titel "Die Via Porta - Von Volkenroda nach Waldsassen" im BR-Fernsehen gezeigt - von 17 bis 17.30 Uhr (Wiederholung am Donnerstag, 18. April, 15 bis 15.30 Uhr).

Der Schriftsteller Harald Grill hat schon gewaltige Strecken zu Fuß zurückgelegt: Einmal ist er vom Nordkap, ein anderes Mal von Sizilien zurückgewandert in seine Heimat, den Bayerischen Wald. Dabei hat er sich immer sehr viel Zeit gelassen, um ein Gefühl für die Besonderheit der Landschaft und ihrer Menschen auf seinem Weg entwickeln zu können. Auf der Via Porta folgt Harald Grill den Spuren der Zisterzienser, die 1133 vom Kloster Volkenroda auszogen, um in Waldsassen ein Tochterkloster zu gründen.

Über 300 Kilometer weit führt ihn seine Wanderung durch Thüringen nach Oberfranken und - über einen kleinen Abstecher nach Böhmen - in die Oberpfalz. Gegründet wurde der Pilgerweg von zwei Frauen - Äbtissin Laetitia Fech aus Waldsassen und Ulrike Köhler von der Christusbruderschaft in Volkenroda. Die Wanderung führt über das "Grüne Band Europas", den ehemaligen Eisernen Vorhang. Noch nicht überall hat die Natur die Narben der deutsch-deutschen Geschichte überwuchert. Ausgangspunkt der Wanderung ist das Kloster Volkenroda, das seit der Reformation evangelisch ist.
Damit verbindet die Via Porta nicht nur Ost und West, sondern auch den evangelischen und katholischen Glauben. "Grenzen trennen - Brücken verbinden" steht auf einer Brücke geschrieben, die bei Blankenstein über den ehemaligen Grenzfluss Saale führt.

Die Via Porta ist eine "Brücke" im besten Sinne: Der Pilgerweg verbindet vieles, was einst trennend war: Völker, Religionen und Ideologien.
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