20.06.2014 - 00:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Jagdszenen beim Mitterhof - Appell an Hundebesitzer: Tiere an die Leine Straußenvögel in Panik

Urplötzlich war der Badespaß in der Wondreb für den Hund nicht mehr interessant. Nachdem er mehrere Straußenvögel entdeckt hatte, drang der Jagdinstinkt mit aller Macht durch.

Äbtissin Laetitia Fech fütterte kurz nach dem "Einzug" der großen Vögel in ihr neues Domizil im Mitterhof eines der Tiere. Inzwischen haben sich die Strauße in dem von der Familie Frank gepachteten früheren Klostergut eingelebt. Nach einem Zwischenfall im Gehege reagieren die Tiere allerdings beunruhigt, wenn nicht angeleinte Hunde in ihre Nähe kommen. Archivbild: Grüner
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Ein auswärtiger Hundebesitzer ließ sein Tier im Flusslauf planschen. Plötzlich kam der Hund ans Ufer und fand eine Lücke in der Abzäunung des Geheges beim Mitterhof. Dort wähnten sich die Straußenvögel zunächst noch in Sicherheit.

Doch dann begann die wilde Jagd. Einzelheiten sind nicht weiter bekannt - nur so viel: In der Folge hat sich einer der Strauße mit Kopf und Hals völlig im Zaun verheddert. Die Umzäunung sei zerrissen gewesen, berichtet Berta Frank.

Deren Familie baut im früheren Klostergut eine Straußenzucht auf (wir berichteten). "Ich wundere mich, dass die Strauße nicht getreten haben." Denn die stattlichen Tiere wären durchaus in der Lage, sich gegen einen Hund zu wehren.

Verstörte Reaktion

"Die haben einen Schock gekriegt" erzählt Berta Frank von dem Ereignis, das die Strauße am Mitterhof inzwischen offensichtlich recht beunruhigt - vor allem wenn Hunde in die Nähe des Geheges kommen. Das passiert auf dem Radweg entlang der Straße nach Hundsbach täglich. "Da kriegen sie die Panik." Berta Frank berichtet, dass die Strauße seither recht verstört reagieren, wenn in der Nähe des Mitterhofs Hunde unterwegs sind - vor allem ohne Leine.

Kürzlich habe sie beobachtet, dass die Strauße, die zuvor ganz friedlich am Zaun gestanden hätten, plötzlich aufgescheucht davongerannt seien. Wenig später seien zwei Hunde auf dem Radweg aufgetaucht. "Die sind halt da geflitzt voller Freude", sagt Berta Frank voller Verständnis für den Bewegungsdrang der Tiere.

Andererseits müsse sie nun irgendwie eine Lösung finden, so dass die Strauße mit der Situation zurecht kommen. Und dass vor allem nicht schlimmere Folgen für die Strauße im Wert von rund 1000 Euro pro Tier zu beklagen sind als bei dem geschilderten Vorfall. Berta Frank appelliert an Hundebesitzer, zumindest unmittelbar am Mitterhof-Gelände ihre Tiere anzuleinen.

Keine Scheu haben die Strauße übrigens vor den Alpakas und Lamas, die neben dem Gehege in einem eigenen Bereich stehen. Aber die, sagt Berta Frank, wirkten ja auch nicht bedrohlich.

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